Nicht zu retten: Friedhofskapelle wird abgerissen

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Die Friedhofskapelle in Nachrodt ist nicht mehr nutzbar.

Die Friedhofskapelle in Nachrodt ist nicht zu retten: Es gibt zu viele Schäden am Gebäude. 

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Friedhofskapelle auf dem evangelischen Friedhof an der Wiblingwerder Straße ist nicht mehr zu retten und wird nicht mehr in Betrieb genommen. 

„Der Abschied von der Friedhofskapelle fällt uns allen schwer, doch wir sind gezwungen, die Gegebenheiten zu akzeptieren und hoffen auf Ihr Verständnis“, heißt es im Gemeindebrief der Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld. 

Friedhofskapelle oft für Trauerfeiern genutzt

Eingeweiht am Totensonntag 1981, war sie eine Herzensangelegenheit vieler Menschen, die ehrenamtlich bei Bau geholfen haben. Frauen sammelten kleine Flöten und Posaunen, die dann in der Kirche verkauft wurden – als Grundstock für den Bau. 

Das Kreiskirchenamt zahlte 200 000 Mark, die Nachrodter Politik 12 0000 Mark für die Leichenkammer. Insgesamt gab es in den 1980er Jahren also 320 000 Mark für die neue Kapelle. 

Lange Zeit hat die Gemeinde vom Engagement vieler Nachrodter profitiert und Trauerfeiern dort durchgeführt. In den vergangenen Jahren häuften sich allerdings die Renovierungsarbeiten. 

Friedhofskapelle: "Mehr Schäden als vermutet"

„Zur Planung der Renovierung wurde ein Ingenieurbüro hinzugezogen, das Zustand und Sanierungsbedarf des Gebäudes beurteilte. Leider zeigte sich dabei, dass mehr Schäden vorhanden sind als vermutet. 

Eine Renovierung ist finanziell nicht zu verantworten, so dass wir die Kapelle nicht mehr in Betrieb nehmen können“, so das Presbyterium. 

Übrigens: Die Planungen über eine Sanierung oder zumindest Teilsanierung der Wasserversorgung auf dem Friedhof laufen. „Bitte lassen Sie die Holzlatten in den Wasserbehältern stehen. Diese dienen den Tieren dazu, dass sie sich aus eigener Kraft aus den Behältern retten können“, heißt es auf der Homepage. 

Zum Friedhof in Nachrodt wurde sogar schon ein Bürgerbegehren auf die Beine gestellt

Gemeindeschwester verlässt Gemeinde in Nachrodt

Eine weitere Neuigkeit: Monika Grefe, die seit dem 1. Dezember 2015 in der evangelischen Gemeinde Nachrodt-Obstfeld als Gemeindeschwester tätig war, hat aus persönlichen Gründen gekündigt. 

Sie stammt gebürtig aus Neuss im Rheinland. Dort hat sie als Erzieherin und Gemeindediakonin gearbeitet. „Unsere besten Wünsche und Gedanken begleiten sie“, sagt Presbyter Markus Windgassen. Eine Nachfolgerin gibt es noch nicht.

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