Nachrodt-Wiblingwerder denken gerne an 2012

+
Für Gundula Neuhaus, hier mit Töchterchen Madita, war 2012 schon alleine wegen der Geburt ihres zweiten Kindes ein gutes Jahr. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein Fazit gleich zu Anfang. Das ist eigentlich nicht üblich, gehört aber zur Neujahrsumfrage, die das Altenaer Kreisblatt am vergangenen Samstag zum sechsten Mal durchgeführt hat, schon fast traditionell dazu.

Das Jahr 2012 war für den Großteil der Befragten offensichtlich ein gutes, für manche sogar ein „richtig tolles“ Jahr. Für Verena Mitschke aus Nachrodt war 2012 „aufregend“. Sie habe auch im vergangenen Jahr keine Langeweile gehabt, liebe ihre Arbeit und ihre Kinder. Und das sei natürlich schon einmal mit Stress verbunden. „Aber so einen Stress mag ich“, sagt sie. Was sie allerdings bedrückt, sei, dass es innerhalb der gesamten Familie auch schon einmal zu Unstimmigkeiten komme. Für 2013 wünscht sie sich daher ein bisschen mehr Freizeit und – das war ihr besonders wichtig – eine Familie, in der es wieder richtig rund läuft: „Es wäre richtig toll, wenn wir uns mal zusammen setzen könnten“.

Für Gundula Neuhaus aus Wiblingwerde hätte das vergangene Jahr offensichtlich nicht besser laufen können. „2012 war super“, resümiert sie. Sie habe ihr zweites Kind bekommen und das alleine sei schon ein Grund zur Freude. Für 2013 hat sie neben der bleibenden Gesundheit eigentlich nur zwei Wünsche: Dass sich die ältere Tochter Madita weiterhin im Kindergarten wohlfühlt und das Tochter Tjorven sich weiterhin so prächtig entwickelt.

Robert Zydek aus Nachrodt war ein wenig zurückhaltender. Wie war sein 2012? „Ach“, sagt er, „so mittelprächtig“. Am liebsten erinnerte er sich an seinen Urlaub auf Fuerteventura. „Das war der Knaller“, sagt er. „Wenige Leute, kein Remmi-Demmi und viel Entspannung“. Was ihn im vergangenen Jahr gar nicht begeisterte, war das Wetter im hiesigen Raum. Da sei ja von Sommer nicht wirklich viel zu spüren gewesen. Für 2013 wünscht er sich daher einen richtig schönen und warmen Sommer, Glück und Gesundheit. Und dass die Kinder auch weiterhin gut in der Schule seien. In beruflicher Hinsicht wünscht sich der selbständige Schädlingsbekämpfer, dass auch 2013 so erfolgreich ist wie die Vorjahre.

Susanne und Werner May aus Rennerde gingen einen Schritt weiter. Das Jahr 2012 sei ein sehr gutes Jahr gewesen. Sie seien viel gereist und hätten dabei viel Interessantes erlebt. Susanne May wünscht sich daher für 2013 Gesundheit für die gesamte Familie. Das wünscht sich natürlich auch Werner May, aber da ist noch etwas auf seiner Wunschliste. „Die Menschen sollten endlich lernen, Verantwortung zu tragen. Für sich selbst, die Umwelt und das Allgemeinwesen“. Außerdem hofft er, dass sich der derzeit viel diskutierte Trend zur „Einkommensschere“ endlich ändert. „Ich hoffe“, so May, „dass der sich irgendwann stoppen lässt, besser noch, ins Gegenteil verkehrt“.

Für Andrea Beckmerhagen und Ramona Gollnik verlief das Jahr 2012 nicht so ganz nach Wunsch. „Es ist nicht alles so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hätte“, sagt Beckmerhagen. „2011 allerdings auch nicht“. Für Ramona Gollnik war das herausragende Vorjahresereignis ihre Hochzeit. „Allein deswegen war es schon toll“, sagt die junge Frau. Ihr Arbeitsvertrag sei zwar ausgelaufen und nicht verlängert worden. Aber im Nachhinein sei sie deswegen nicht enttäuscht. „Im Sommer kriege ich nämlich ein Baby“, strahlt sie.

Magdalene Bernhard freut sich über die Tatsache, gesund geblieben zu sein. Allerdings habe ein Todesfall im Bekanntenkreis ihr doch zu schaffen gemacht. Ihre Enkelin Susanna Younes fand das vergangene Jahr „eigentlich ganz normal“. Sie sei noch Schülerin, habe aber einen Nebenjob kriegen können. Für das laufende Jahr wünscht sich Magdalene Bernhard weiterhin Gesundheit, Susanna Younes hofft, ihr Abitur ablegen zu können und dann eine Ausbildungsstelle zu erhalten.

Hendrik Höfelmann aus Wiblingwerde kann man zweifellos zu den „Gewinnern des Jahres 2012“ zählen. „Ich habe nur gute Erinnerungen“, betonte er. Er freue sich immer noch über einen richtig tollen Urlaub und schöne Feiern. 2013 wird er 40 Jahre alt. „Meine Glückszahl lautet 13“, sagt er und schmunzelt: „Und ich habe in diesem Jahr an einem 13. Geburtstag“. Für ihn könne sowieso keines der kommenden Jahre ein schlechtes werden. Warum das? „Weil ich eine tolle Frau habe. Mit Patricia bin ich sehr glücklich“.

Für Gaby Grunwald verlief das Vorjahr ziemlich stressig. „Eigentlich wie immer“, sagt sie. Ein wenig entäuscht sei sie über das insgesamt mangelnde Warenangebot in Nachrodt. Außerdem ärgere sie sich über die Diskussion um den Fortbestand des Gartenhallenbades. „Das sollte unbedingt erhalten werden. Das ist doch auch wichtig für die Kinder“. Für 2013 hat sie ansonsten ganz bescheidene Wünsche. „Hauptsache, gesund“, sagt sie. ▪ Hartwig Bröer

Lesen Sie in TEIL 2 der Neujahrsumfrage unter anderem, was Christiane Gütting, Andrea Ferreira, Daniel Tomaszik und Pastor Hermann-Josef Lösing gesagt haben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare