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Neugestaltung der Dorfmitte

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Am Samstag wurde der neue Platz mit einem gemütlichen Nachbarschaftstreffen eingeweiht.
Am Samstag wurde der neue Platz mit einem gemütlichen Nachbarschaftstreffen eingeweiht. © Machelett, Lydia

In Rennerde gibt es einen neuen Dorfplatz. Wochenende für Wochenende trafen sich die Dorfbewohner und arbeiteten gemeinsam an der Neugestaltung.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der neue Dorfplatz in Rennerde ist ein großes Gemeinschaftswerk. Möglich wurde das durch das Förderprogramm „2000 Mal 1000 Euro für das Engagement“. Am Samstag wurde der Platz in gemütlicher Runde eingeweiht. 49000 Euro standen dem Märkischen Kreis aus diesem NRW Fördertopf zur Verfügung. Die Rennerder bewarben sich Ende Oktober mit dem Projekt des neuen Dorfplatzes und bekamen schon wenig später den Zuschlag über 1000 Euro.

Unter Zeitdruck

Die große Herausforderung: Das Projekt musste bis Jahresende fertiggestellt werden. Also hieß es, Ärmel hochkrempeln und los ging es. Zur Projektzentrale wurde kurzer Hand der alte Kuhstall von Volker Heiermann. Dort war genug Platz, um sich coronakonform mit Abstand zu treffen und alles Weitere zu planen. „In Rennerde werden gemeinsame Projekte und Nachbarschaftstreffen schon seit Jahren durchgeführt. So haben wir unter anderem an einer Hauswand einen Defibrillator für Ernstfälle aufgehängt, der Dorfplatz wird regelmäßig von uns gepflegt und jährliche Nachbarschaftstreffen gehören zur Tradition.“ So hatte es Koordinator Ingo Heisler in den Projektantrag geschrieben. Nun wollte man sich der Neugestaltung des kleinen Platzes, der nicht von der Gemeinde gepflegt wird, widmen. Insbesondere gehe es darum, neue Sitzgelegenheiten zu schaffen. Die bisherigen Bänke und Tische seien veraltet und in keinem guten Zustand mehr. „Der Dorfplatz ist ein Ort, an dem man sich trifft, an dem Kinder spielen und wo auch Wanderer gerne mal eine Pause einlegen“, erklärte Heisler. Der Plan bestand also konkret darin, eine neue Sitzgruppe aus Echtholz zu bauen.

Abschied von Plastikgeschirr

Eine weitere bereits vorhandene Bank sollte saniert werden. Die weiteren bestehenden Bänke der bisherigen Sitzgruppe sollten ebenfalls nicht entsorgt werden, sondern aufgearbeitet und für Wanderer am Waldrand aufgestellt werden. Außerdem sollte neues Geschirr und Besteck für die Feste angeschafft werden, um sich endgültig von Plastik- und Papiervarianten abzuwenden.

Einweihung am Samstag

Es war schon ein ehrgeiziges Unterfangen, all das in wenigen Wochen fertigzustellen. Doch die Rennerder packten gemeinsam an und schafften es. Jedes Wochenende wurde gearbeitet. Mit Spitzhacke, Spaten, Sägen und anderem Werkzeug zogen die Dorfbewohner los und nach und nach nahm das Projekt Formen an. Am Samstag wurde der neue Platz dann mit einem gemütlichen Nachbarschaftstreffen eingeweiht. Die kleinsten Dorfbewohner halfen eifrig mit. Sie hatten jede Menge Weihnachtsbaumschmuck gebastelt und schmückten damit die Tanne, die bisher nur mit Lichterketten versehen war.

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