TVW: Langjährige Mitglieder im Blickpunkt

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Jens Grote (l., Vorsitzender des Turnvereins Wiblingwerde, zeichnete Mitglieder aus, die dem Verein seit 25 Jahren die Treue halten.

Nachrodt-Wiblingwerde - Vereinsfest – das ist ein Muss, ein echter Höhepunkt im Kalender eines jeden Mitglieds des Turnvereins Wiblingwerde. Denn gute Unterhaltung ist garantiert. In diesem Jahr waren die Jedermänner mal wieder die Veranstaltungsmanager. Und die wurden ihrem humorigen Ruf einmal mehr gerecht. Allerdings waren sie mutig und wagten ein neues Konzept.

„Eine ganz normale Übungsstunde“ lautete das Motto des Abends. Schwitzende Männerköper live vor Ort suchte man aber vergebens. Viel mehr verwandelte sich die Turnhalle in einen Kinosaal. Denn die Jedermänner hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Männer hatten sich bei ihrem Training gefilmt: Elegante Turnübungen am Barren, Ballett und andere Sportarten standen auf dem Programm – und sorgten für Begeisterung beim Publikum. Ganz ernst gemeint war das nämlich nicht. Mit viel Selbstironie waren die Männer bei den Dreharbeiten ans Werk gegangen – selbst vor einem Tanzauftritt im Tutu hatten sie zur Freude der Besucher nicht zurückgeschreckt. „Das ist das erste Mal, dass es beim Vereinsfest keinen echten Auftritt gibt. Aber ich denke, die Idee war gut. Den Gästen gefällt‘s“, freut sich der Vorsitzende Jens Grote.

Doch das war nicht die einzige Neuerung. Erstmals begann das Vereinsfest nicht erst am Abend, sondern bereits um 16 Uhr. „Wir haben die Veranstaltung geteilt, um den Senioren gerechter zu werden“, erklärte Grote. In den vergangenen Jahren seien viele ältere Mitglieder daheim geblieben, da sie den Fußweg im Dunkel, die späte Uhrzeit und vor allem die laute Musik scheuten. Und so wurde das komplette Programm aus Filmvorführungen und Ehrungen zwei Mal aufgeführt. „Ich denke, das war eine gute Idee. Das Feedback ist jedenfalls gut“, sagte der Vorsitzende.

Geblieben sind allerdings die zahlreichen Ehrungen, die traditionell im Rahmen des Festes durchgeführt werden. Großen Applaus gab es für die Sportler des Jahres. Neu ist auch hier etwas: Erstmals geht der Preis nicht an einen, sondern gleich an zwei Mitglieder. Zudem wurden die nicht unbedingt nur für ihre herausragenden sportlichen Leistungen belohnt, sondern aufgrund ihres Engagements im TVW. Der Pokal ging an Regine und Rüdiger Hacke. Regine Hacke leitete unter anderem jahrelang die Frauengruppe. Außerdem ist sie immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Ihr Mann Rüdiger ist nicht weniger aktiv. Vor allem bei der Organisation des dreitägigen Festes anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums hat sich Hacke verdient gemacht.

Ebenfalls einen großen Applaus gab es für Gertraud Rüsch – auch wenn sie nicht persönlich anwesend war. Sie gehört der TVW-Familie seit 60 Jahren an und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. „Gertraud ist eine tolle Sportlerin und – und das ist eigentlich das Bemerkenswerte – seit 50 Jahren als Trainerin aktiv. Bis heute gibt sie ihr Wissen an die Leichtathleten weiter“, erklärte Grote in seiner Laudatio.

Neben Rüsch wurden am Abend noch weitere treue Mitglieder ausgezeichnet: Gerd Clever wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Er ist ebenfalls seit 60 Jahren Mitglied im TVW. Seit 50 Jahren sind Ulrich Gülicher, Armin Melzer und Werner Holzrichter dabei. Für 40-jährige Treue wurden Ralf Bauersfeld, Anneliese Braun, Almuth Bäcker, Thomas Dresel, Willi Fuhrwerk, Rudi Schröder, Marlies Lenhoff, Anja Wilke, Margarete Willekes, Andrea Seuster, Silvia Grote, Dirk Grote, Jörg Grote, Jens Grote, Johanna Siepker, Wolf Siepker, Antje Büße, Karl-Heinz Willekes und Michael Gülicher ausgezeichnet. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden außerdem Nadja Klöpping, Tim Herrmann, Andreas Renfordt, Julian Remmert, Beate Remmert, Jörg Klingehöfer, Philipp Gundermann, Kirsten Steinecke, Pascal Nowack geehrt. - Lydia Machelett

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