Neues Gemeindehaus nimmt allmählich Gestalt an

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Baukirchmeister Jochem Demmer erläutert, wie der große Pfarrsaal einmal aussehen soll. Etwa 75 Personen sollen im Herzstück des neuen Gemeindehauses Platz finden können.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die neuen Küchenmöbel sind schon gekauft. Bis sie allerdings aufgestellt werden können, werden noch einige Monate ins Land gehen. Trotzdem ist unverkennbar: Der Bau des neuen Gemeindehauses der Evangelischen Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld macht Fortschritte.

Rückblende: Im Spätsommer 2012 hat die Evangelische Kirchengemeinde ihr bisheriges Gemeindehaus an der Schillerstraße verkauft, weil es schlicht und einfach zu groß und die Unterhaltung zu kostenaufwändig war. Mit dem Verkaufserlös sollte an der Kirchstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche, ein neues Gemeindehaus entstehen, dich die Planungsphase zog sich hin. Erst im November 2013 ging es mit dem Legen der Bodenplatte sichtbar voran. Seitdem ist auf einer Fläche von 140 Quadratmetern ein Neubau in Holzständerbauweise entstanden, und auch die Verbindung zum benachbarten Pfarrhaus ist hergestellt worden. Nachdem im Altbau bereits einige Wände eingerissen worden sind, kann man sich jetzt allmählich ein Bild davon machen, wie das neue Zentrum der Evangelischen Kirchengemeinde einmal aussehen wird.

Durch eine behindertengerechte Eingangstür mit einem großen Fensterelement werden die Besucher das Gemeindehaus demnächst betreten. An den Eingangsbereich der unter anderem Platz für die Garderobe bieten wird, schließt sich der Pfarrsaal mit Platz für etwa 75 Personen an. Dies ist der Mittelpunkt des neuen Gemeindehauses. Durch große Fensterflächen fällt viel Tageslicht hinein. Direkt an den Pfarrsaal grenzt die neue Küche an, in der nicht nur die Damen der Nachrodter Mahlzeit demnächst wirken können. Die Schränke für die Küche hat die Gemeinde bereits gekauft. „Es war ein so günstiges Angebot, dass wir einfach zuschlagen mussten“, begründet Baukirchmeister Jochem Demmer. Allerdings sind die Möbel derzeit noch eingelagert und werden erst geliefert, wenn das Gemeindehaus bezugsfertig ist.

Das kann noch einige Zeit dauern, denn nicht nur der Neubau befindet sich gerade im Rohbauzustand. Auch im Erdgeschoss des angrenzenden Pfarrhauses, das durch einen stufenlosen Durchgang erreichbar sein wird, gibt es noch jede Menge Arbeit, obwohl die Arbeiter hier schon sichtbar gewirkt haben. Die Wände zwischen dem ehemaligen Sitzungszimmer und dem Materiallager sowie der früheren Küche sind verschwunden. Diese große Fläche wird nun – wahrscheinlich durch Leichtbauwände – neu aufgeteilt: Es soll eine moderne und behindertengerechte Toilettenanlage entstehen, außerdem ein neues Gemeindebüro mit angeschlossenem Raum für EDV-Technik und Aktenlager. Wo sich bisher das Gemeindebüro befand, soll ein neues Sitzungszimmer eingerichtet werden. „Es wird aber keine Gruppenräume mehr geben, wie wir sie im alten Gemeindehaus hatten“, betonte Jochem Demmer. Für die Treffen der einzelnen Gruppen der Gemeinde stehe in Zukunft der Pfarrsaal zur Verfügung.

Im Zuge des Neu- und Umbaus werde auch die komplette Energieversorgung auf den neusten Stand gebracht, berichtet Demmer weiter. Mit der Installation einer neuen Heizung im Keller des Pfarrhauses hat die Gemeinde in dieser Beziehung schon den ersten Schritt getan, ein weiterer wird der Einbau einer Fußbodenheizung im Neubau sein. „Der Neubau erreicht den energetischen Standard eines Niedrigenergiehauses“, betont Demmer. Auch Elektroinstallation kommt noch an die Reihe.

„Mittlerweile sind die Ausschreibungen für alle noch ausstehenden Gewerke erfolgt“, sagt Baukirchmeister Demmer und geht davon aus, dass das neue Gemeindehaus in der zweiten Jahreshälfte eingeweiht werden kann. - Volker Griese

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