Neues Familienzentrum: Viele Hilfen aus einer Hand

Zwei Kindertagesstätten unter einem Dach vereint.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Es ist amtlich: Offiziell bilden die kath. Kindertagesstätte St. Elisabeth und die AWO-Kindertagesstätte nun das neue Familienzentrum Nachrodt-Mitte. Lediglich die Hausplaketten, die die Zertifizierung erkennbar machen, müssen noch angebracht werden. Von nun an agieren die beiden Einrichtungen gemeinsam unter dem Dach Familienzentrum.

Bereits am 30. September sei die Bestätigung vom Land gekommen. Ziel der Einrichtungen ist es, neben den Kindern, die ganze Familie im Blick zu haben. Die Eltern beispielsweise sollen zukünftig besser unterstützt und beraten werden. „Die Familienzentren wollen Eltern bei der Erziehung stärken und Kinder so früh wie möglich in ihrer Entwicklung fördern. Um das zu erreichen arbeiten wir mit unterschiedlichen Institutionen zusammen und haben auch selbst Fachkräfte spezialisiert“, berichtet Sandra Schwieren, Leiterin der Kindertagsstätte St. Elisabeth. Sinn und Zweck soll es sein Kompetenzen zu bündeln und so einen Synergieeffekt zu erzielen. Eltern erlangen nun „viele Hilfen aus einer Hand“. Angesprochen werden hierbei nicht nur Familien, deren Kinder eine der beiden Einrichtungen besuchen, sondern alle Familien des Sozialraums. „Außerdem werden wir allen Eltern die Teilnahme an den Angeboten ermöglichen. Die Veranstaltungen werden finanziell unterstützt. So kosteten einige gar nichts oder nur einen sehr geringen Anteil“, erklärte Anne Alban, Leiterin der Kindertagesstätte der AWO. 12 000 Euro gibt es jährlich vom Land NRW für das Familienzentrum. „Das Geld ist zweckgebunden und kann nicht für nur eine Einrichtung verwendet werden“, erklärt Schwieren weiter.

Der Weg hin zum Familienzentrum war nicht einfach: Dutzende Anträge mussten ausgefüllt, Programme erarbeitet und Protokolle geschrieben werden. 13 Mitarbeiter aus zwei Einrichtungen arbeiten nun gemeinsam für die neue Nachrodter Mitte. „Im Kindergartenalltag ändert sich jedoch nichts. Es bleiben eigenständige Kindertagesstätten, die lediglich unter einem Dach sind“, so Schwieren. „Der große Vorteil des Verbundes ist die verbesserte Betreuung. Man kann sich einfacher aushelfen, zum Beispiel in den Ferien“, berichtet Alban. Auch sei es möglich, Schwerpunkte zu setzen. Eine Einrichtung allein hätte es nicht zum Familienzentrum gebracht. Nicht ganz einfach sei es, diese Art der Kooperation zu vermitteln. Die Hemmschwelle bei Eltern, die andere Einrichtung zu besuche sei noch groß.

Am 26. Februar will das Familienzentrum eine erste Großveranstaltung auf die Beine stellen. Dafür sei die Lennehalle gemietet worden. „Wir wollen ein großes Familienfest organisieren, auf dem wir uns vorstellen und wir uns alle ein bisschen besser kennen lernen“, berichteten die beiden Leiterinnen. ▪ lm

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare