Neuer Zeitplan beschert eine volle Heimatstube

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Nicht nur mit Kaffee, sondern auch mit Maibowle stießen die Besucher in und vor der Wiblingwerder Heimatstube auf die anstehende warme Jahreszeit an. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Eine Neuerung im Zeitablauf des Maiansingens auf dem Dorfplatz in Wiblingwerde bescherte dem Heimat- und Verkehrsverein (HVV) so viele Gäste, dass das gesamte Team alle Hände voll zu tun hatte, um die zahlreichen Besucher der Heimatstube zu bewirten.

Das Maiansingen, eine traditionelle Veranstaltung, an der neben dem Männergesangverein Wiblingwerde auch der Chor des Waldkindergartens teilnimmt, begann in der Vergangenheit stets am späten Vormittag. Das Kaffeetrinken, zu dem der Verein lud, fand jedoch erst um 14 Uhr statt. „Diese Zeitspanne war eigentlich zu lang“, sagten Reinhard Ittershagen und Siegfried Kruse vom HVV. Denn: Wer am Maiansingen teilgenommen habe, sei in der Regel nicht noch einmal zum Kaffeetrinken zurückgekommen.

In diesem Jahr war nun alles ganz anders. Das Maiansingen begann erst um 14 Uhr auf dem Dorfplatz und unmittelbar danach begab man sich zur Heimatstube, um dort an der Kaffeetafel Platz zu nehmen. Gestaltet wurde das Ansingen vom MGV und dem Kinderchor. Während die erwachsenen Sänger mit bewährter Volksmusik punkten konnten, setzten die Kleinen auf ein Singspiel mit dem Titel „Ein Zauberer geht durch's Land.“ Mit ihren kindlichen Darstellungen, insbesondere aber durch ihren tollen Gesang verzauberten sie ihr vielköpfiges Publikum.

Dann ging es zur Heimatstube. Da beide Veranstaltungen nun erstmals ineinander übergingen, gingen viele der Kindergartenkinder und natürlich auch deren Eltern zum HVV, um sich dort mit leckeren Torten verwöhnen zu lassen. Die Zahl der Sitzgelegenheit waren zwar eigentlich schon großzügig bemessen, aber als dann fast alle der Konzertbesucher und auch noch weitere Gäste hinzukamen, mussten noch mehrere Sitzgarnituren aufgestellt werden. Wie gut, dass etwa 15 verschiedene Kuchen zur Auswahl standen. Daneben wurden noch Waffeln gebacken. Zuständig hierfür war Reinhard Ittershagen. Er stellte den Teig für rund 120 Waffeln her. Allein die Menge des anzurührenden Teiges, die hierfür benötigt wird, würde wahrscheinlich jede Hausfrau vor ein echtes Problem stellen. Nicht so Ittershagen. Er bediente sich nicht nur eines alten Rezeptes, sondern insbesondere auch eines großen Eimers und einer Bohrmaschine mit Quirl, um Mehl und Eier, Zucker und Milch zu verarbeiten. So konnte er gleich mehrere Liter des Teiges in kurzer Zeit herzustellen. Sowohl Waffeln, Kuchen und auch Kaffee stellte der HVV kostenlos zur Verfügung. Wer wollte, konnte aber in der Spendenbox einen Obolus hinterlassen. Die Box war nach Abschluss der Veranstaltung allerdings gut gefüllt. Das lag sowohl am Einsatz des zwölfköpfigen HVV-Teams, sondern vielleicht auch an der viel beachteten Herstellungsvariante des Waffelteiges durch Reinhard Ittershagen. Insbesondere jedoch an der großen Anzahl der Besucher und deren Spendenfreudigkeit. Und Grund genug, großzügig zu spenden, hatten sie allemal. ▪ hb

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