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Neuer Vorstand: ein bisschen jünger und weiblicher

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Ulrich Brinckmann, Günter Buttighoffer, Christina Große-Frericks und Hendrik Vedder, hinten Geschäftsführerin Nikola Galla und WLV-Präsident Hubertus Beringmeier.
Ulrich Brinckmann, Günter Buttighoffer, Christina Große-Frericks und Hendrik Vedder, hinten Geschäftsführerin Nikola Galla und WLV-Präsident Hubertus Beringmeier. © Goor-Schotten, Hilde

Ein bisschen jünger und ein bisschen weiblicher geht der Märkische Kreisverband des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) die nicht weniger werdenden Probleme der Branche zukünftig an.

Nachrodt-Wiblingwerde –Mit einem Jahr Verspätung – im letzten Jahr wurde die Versammlung wegen Corona verschoben – wählten die Mitglieder des Kreisverbandsausschusses am Donnerstag einen neuen Vorstand. Der bisherige Stellvertreter Ulrich Brinckmann rückte zum Vorsitzenden auf, zu seinen Stellvertretern wurden Christina Große-Frericks und Hendrik Vedder gewählt.

Großer Dank an Buttighoffer

So einstimmig die Wahlen für alle drei ausgingen, so einmütig fiel auch der Dank an den bisherigen Vorsitzenden Günter Buttighoffer aus, vermischt mit ein bisschen Wehmut. „Wir haben lange versucht, dich zu halten. Heute haben wir es nochmal mit einem Sturmtief versucht“, verabschiedete Geschäftsführerin Nikola Galla ihren „stets fairen und sehr engagierten“ Chef. Es nutzte nichts – im WLV gibt es für die Vorstandsämter eine Altersgrenze von 65 Jahren. Und: „13 Jahre sind auch genug“, sagte Buttighoffer, der sich für die vielen Dankesworte und die gute Zusammenarbeit bei allen bedankte.

Immer gut vertreten gefühlt

Sein Nachfolger blickte auf die lange, gemeinsame Zeit im Vorstand zurück und erinnerte dabei bewusst an die schönen Seiten, zu denen als allererstes die Landesgartenschau in Hemer gehörte. „Das Mitmachen war die richtige Entscheidung“, betonte Brinckmann. Zusammen mit den in den Jahren darauf folgenden Veranstaltungen sei das ein starker Auftritt in der Öffentlichkeit gewesen. Das sah auch Bärbel Balke, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbands, so, die auch an die trotz vieler Arbeit und mancher Probleme „tollen Hoftage“ erinnerte. Kreislandwirt Dirk Voß dankte Buttighoffer für eine super Arbeit und das gute Miteinander: „Ich habe mich als Landwirt immer gut von dir vertreten gefühlt.“

Buttighoffer jetzt Ehrenvorsitzender

Damit sprach Voß wohl allen Anwesenden aus dem Herzen – einstimmig wählten sie Buttighoffer zum Ehrenvorsitzenden des Kreisverbandes, der rund 600 Betriebe in den acht Ortsverbänden vertritt. Das übernimmt zukünftig Ulrich Brinckmann. Der 57-jährige Schweinehalter aus Iserlohn-Kalthof wird unterstützt von der 39-jährigen Christina Große-Frericks aus Iserlohn-Leckingsen und dem 31-jährigen Hendrik Vedder, dessen Familie einen Milchviehhof in Meinerzhagen betreibt. Sie übernehmen die Interessenvertretung in nicht gerade einfachen Zeiten. Das wurde im Vortrag von Hubertus Beringmeier deutlich, seit zwei Jahren Präsident des WLV. Er nannte eine Vielzahl an Problemen, mit denen die Landwirte zu kämpfen haben und von denen die geringen Preise, die sie erzielen, nur eines sind.

Auch Zeit für andere Dinge

Sein Fazit, vor allem mit Blick auf die jungen Landwirte: „Am Ende muss ausreichend Geld auf den Höfen ankommen, sodass die Landwirte davon leben können.“ Brinckmann ergänzte dazu, dass auch die Balance zwischen Arbeit und Freizeit stimmen müsse: „Es gibt die Tendenz, sich zu überfordern. Man braucht auch als Landwirt Zeit für andere Dinge.“

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