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Neuer Spielplatz: Buntes Fest an der Kita Wiblingwerde

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Maja und Lisa durften das rote Absperrband durchschneiden. Andreas Beutler vom Kita-Trägerverband klatschte Beifall, Einrichtungsleiterin Martina Fischer half am Band.
Maja und Lisa durften das rote Absperrband durchschneiden. Andreas Beutler vom Kita-Trägerverband klatschte Beifall, Einrichtungsleiterin Martina Fischer half am Band. © Goor-Schotten

Ein fröhliches und lautes Riesen-Dankeschön gab es von den Kindern und dem Kindergarten-Team an alle Gäste, anschließend folgten noch ein paar offizielle Worte und dann, endlich, durften Maja und Lisa das rote Absperrband durchschneiden. Begeistert stürmten die Jungen und Mädchen auf ihren neuen Spielplatz. Die Frage, ob er ihnen gefällt, erübrigte sich.

Nachrodt-Wiblingwerde - Mit einem bunten Fest feierte der evangelische Kindergarten Wiblingwerde am Freitag die offizielle Einweihung des neugestalteten Außenbereichs. Viele Eltern, Großeltern und Geschwister nutzten die Chance – die erste nach zwei Jahren Corona-Pause –, um miteinander zu feiern. Nicht wenige von ihnen haben selbst mit angepackt, um den Kindern tolle, neue Spielmöglichkeiten zu schaffen.

Andreas Beutler vom Trägerverbund für Evangelische Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Iserlohn blickte darauf noch einmal zurück. Am Anfang stand der Wunsch, den etwas maroden Rutschen-Hügel zu erneuern. Der hinzugezogene Spielplatzbauer Jürgensen sah aber direkt größeren Handlungsbedarf, malte hier und da was Neues auf den Plan, machte Vorschläge. „Ein Teil war in die Jahre gekommen, nicht mehr ganz in Ordnung oder einfach nicht mehr schön“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Martina Fischer. Man entschied sich für die große Lösung. Das hieß: Möblierung und Arbeitsgerät wurden geliefert, für die Umsetzung unter Anleitung waren die Eltern gefordert. Und die lieferten.

„Am ersten Samstag standen hier 20 Menschen, die mithalfen“, erinnerte sich Beutler am Freitag: „Am Ende des Tages, gegen 21 Uhr, waren alle genervt und erschöpft. Aber die Stimmung war gut. Wir haben ein Riesending gewuppt.“ Drei weitere aufwändige Arbeits-Samstage folgten, bis Anfang September alles stand.

20 000 Euro kostete die neue Anlage, 5000 Euro davon steuerte der Förderverein bei. Die Familie Spelsberg sorgte spontan für den Ersatz zweier Holzpferde, die beim Abbau ihre Füße verloren; die Firmen Jens Büße, Thomas Becker und der Raiffeisenmarkt Lüdenscheid unterstützten ebenfalls. Dafür und für die immense Eigenleistung der Eltern dankten am Freitag Fischer und Beutler sowie Miriam Schulze für den Förderverein und Tina Gierke für den Elternbeirat. Pfarrerin Christine Grans überbrachte die Grüße der verhinderten Superintendentin Martina Espelöer.

Sie alle hatten zuvor ihren Spaß bei den Aufführungen der Kinder, die mit fröhlichen Liedern auf das Fest einstimmten. Nach dem offiziellen Teil gehörte das Gelände ihnen. Das Gestaltungskonzept setzt statt auf große Geräte auf Bewegung und Rollenspiel. Mit einer Laufkarte für zusätzliche Aufgaben ausgestattet konnten die Jungen und Mädchen ihren Spielplatz erobern. Die Holzpferde mit Heu und Äpfeln versorgen, im Sandkasten nach Schätzen graben, auf dem neuen Weg zum Bobbycar-Rennen starten, Dosenwerfen, Eierlaufen über Treppe und Rutsche oder einfach nur nach Herzenslust Schaukeln – es herrschte ein munteres Gewusel. Eine Fotowand informierte dazu noch einmal über die Entstehung des Spielplatzes. Und Schätzspiel sowie Würstchen- und Kuchenverkauf füllten die Kasse des Fördervereins wieder auf. Damit sollen weitere Pläne umgesetzt werden: Am Rutschenhügel ist noch eine neue Brücke geplant.

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