Schulleiter Illerhaus geht vorzeitig in Pension

Johannes Illerhaus ist nur noch bis zum Jahresende Schulleiter.  - Archivfoto

Nachrodt-Wiblingwerde - Die gerade erst zur Gemeinschaftsgrundschule Nachrodt-Wiblingwerde verbundenen Grundschulen Nachrodt und Wiblingwerde werden einen neue Schulleiter erhalten. Johannes Illerhaus scheidet bereits zum 31. Dezember aus dem Amt aus und geht dann frühzeitig in den Ruhestand.

Gesundheitliche Gründe hätten den Ausschlag gegeben, sagte der 62-Jährige über den Grund seines vorzeitigen Abschied aus dem Schuldienst.

Illerhaus hatte die Leitung der Grundschule Nachrodt im Februar 2011 übernommen, nachdem er zwischen 1992 und 2011 bereits zwei Grundschulen in der Gemeinde Schalksmühle geleitet hatte. Die Rückkehr in die Doppelgemeinde war für ihn auch gleichzeitig eine Rückkehr zu seinen beruflichen Wurzeln gewesen, denn hier hatte der gebürtige Nachrodter schon an der Hauptschule unterrichtet. Nur zwei Monate nach seinem Dienstantritt an der Ehrenmalstraße wurde Illerhaus auch die kommissarische Leitung der Grundschule Wiblingwerde übertragen, weil dort Schulleiterin Anja Ihme überraschend ausgeschieden war. Aus dem Provisorium wurde eine Dauerlösung – auch durch die Verschmelzung der beiden Grundschulen: Seit dem Beginn des Schuljahres 2013/14 ist Illerhaus Leiter der Gemeinschaftsgrundschule Nachrodt-Wiblingwerde und damit Rektor an beiden Grundschulstandorten.

Eigentlich habe er auch bis zum Erreichen des regulären Pensionsalters im Jahr 2017 „durchziehen“ wollen, sagte Illerhaus am Mittwoch. Unter anderem aus gesundheitlichen Gründen („Es wird wir zunehmend sauer!“) habe er sich dann aber im Frühjahr doch dazu entschieden, einen Antrag auf vorzeitiges Ausscheiden aus dem Schuldienst mit 63 Jahren zu stellen.

Die Ausschreibung der am Jahresende freiwerdenden Stelle ist bereits vorbereitet. Die Stelle soll möglichst schon zum 1. Januar 2015 neu besetzt werden. Bürgermeisterin Birgit Tupat rechnet aber damit, dass die Wiederbesetzung schwierig werden könnte. Leitungsstellen an Grundschulen sind allgemein nicht besonders beliebt, weil den Rektoren Verwaltungstätigkeiten und zusätzliche Aufgaben aufgebürdet werden, sie dafür aber nicht wesentlich besser bezahlt werden als ihre Kollegen ohne Leitungsfunktion. Hinzu kommt in der Doppelgemeinde die besondere Situation der Verbundschule mit den beiden Standorten auf dem Berg und im Tal. Tupat hofft, dass die Gemeinschaftsgrundschule Nachrodt-Wiblingwerde mit kleinen Klassen punkten kann: „Hier können die Lehrer noch besser auf die einzelnen Kinder eingehen“, ist sie überzeugt. Auf jeden Fall hofft sie, dass die Stelle schnell wieder besetzt werden kann. Das wiederum hängt davon ab, ob sich überhaupt Bewerber finden. Dem Vernehmen nach soll es aber bereits eine Interessentin geben. „Wenn die Entscheidung dann getroffen ist, sollte es eigentlich zügig gehen“, hofft die Bürgermeisterin auf einen möglichst nahtlosen Übergang. - Volker Griese

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