Neuer Anlauf für Sonnenstrom vom Schuldach

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Nachrodt-Wiblingwerde –  Sonnenstrom vom Schuldach ist ineffizient: So urteilte ein Berater 2017. Trotzdem unternimmt die UWG nun einen neuen Versuch. Das hat mit einer Wolke  zu tun.

Es wurde schon mehrfach diskutiert und mehrfach verworfen: Doch jetzt kommt neuer Schwung in die Debatte um eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Sekundarschule. Und nicht nur dort. Die UWG-Fraktion stellt den Antrag, Angebote für den Bau von Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden insgesamt einzuholen.

Denn es gibt augenscheinlich die Möglichkeit, den dort produzierten Strom an andere weiterzugeben. „In Zeiten von ,Fridays for Future‘ sollte auch die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen und erneuerbare Energien erzeugen“, sagt Petra Triches, Fraktionssprecherin der UWG. 

Über die Cloud verrechnen

Beim Stromunternehmen Eon könne man beispielsweise den Strom der Photovoltaikanlage selbst nutzen und den nicht genutzten Strom über eine Cloud mit anderen Verbrauchsstellen verrechnen. „So könnte der Strom, der auf dem Dach der Sekundarschule produziert wird, mit dem Verbrauch im Amtshaus verrechnet werden. Es müssen keine Leitungen mehr von einem zum anderen Gebäude verlegt werden“, erläutert Petra Triches. 

Für sie ist dies keine reine Theorie, denn sie besitzt selbst in Brenscheid eine Photovoltaik-Anlage mit eben dieser besagten Cloud-Lösung. „Und wenn die Kinder in Bochum studieren würden und wären bei Eon, so könnten wir den Strom verrechnen“, erklärt Petra Triches die Vorteile der Cloud-Lösung. 

Berater: Anlage macht auf Schule wenig Sinn

Interessant dürfte die Frage sein, ob die Photovoltaik-Debatte von vor zwei Jahren erneut aufgegriffen wird. Denn: Die Politiker wollten die Umsetzung damals unbedingt, die Verwaltung nicht unbedingt. 

Markus Höck von der Firma „e-concept“, der die Sinnhaftigkeit überprüft hatte, war von einer Solaranlage auf dem Dach einer Schule wenig angetan. „Größtmögliche Wirtschaftlichkeit und Ertrag kann dadurch erzielt werden, dass der gewonnene Strom an Ort und Stelle verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird. Hierfür bietet sich eine Schule aufgrund der Ferienzeiten nicht an. Und dann, wenn sie wirklich viel Strom verbraucht, nämlich im Winter, gibt es kaum Solarertrag“, sagte der Fachmann. 

Jetzt also gibt es einen neuen Vorstoß der UWG, der während der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses öffentlich diskutiert wird – und zwar am Montag, 30. September, ab 17 Uhr in der Sekundarschule am Holensiepen.

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