Neue Räume, mehr Hygiene: So funktioniert Blutspende in Zeiten von Corona

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Blutspenden ist wichtig - auch in zeiten des Coronavirus'

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Blutspenden müssen weiterlaufen, auch in Zeiten von Corona. Dazu sind sie zu wichtig. In Nachrodt wird sich einiges ändern.

Die Verunsicherung ist groß: Soll und darf man auch jetzt zur Blutspende? „Unbedingt“, sagt Michael Pingel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West. 

Allerdings gibt es ein paar Veränderungen im Rahmen der nächsten Blutspendetermine in der Doppelgemeinde: besondere Hygienemaßnahmen. Und in Nachrodt wird der Ort des Geschehens ein anderer. Statt im katholischen Vereinshaus wird der Spendetermin am 6. Mai in der Lennehalle stattfinden. Das ist der Größe der Räume geschuldet, denn die Abstandsregelungen sind natürlich auch beim Blutspenden einzuhalten. 

Temperaturkontrolle am Einlass

Und so beginnt die Blutspende beim Einlass mit einer Temperaturkontrolle. Die Spender werden gefragt, wie sie sich fühlen und ob sie kürzlich im Ausland waren. Nach dieser „Eingangsstufe“ geht es zur Händedesinfektion. 

Auch bei der Anmeldung gilt es, den Abstand einzuhalten – mit entsprechenden Klebebändern zur Orientierung auf dem Boden. Auch die Spenderliegen werden natürlich nicht mehr direkt nebeneinander sein. 

Eine sehr große Veränderung gibt es beim anschließenden Essen. Das gemütliche Beisammensein bei einem Büffet kann es in Corona-Zeiten nicht geben. „Wir geben Imbiss-Pakete heraus“, sagt Michael Pingel. Hierfür ist die Blutspendebeauftragte Gisela Gundermann mit ihrem Team unter anderem zuständig. „Wir werden zum Beispiel süße Brötchen, Äpfel, Schokoriegel, Bananen und Trinkpäckchen ausgeben“, sagt Gisela Gundermann und befürchtet: „Es könnte sein, dass wir auch deshalb etwas angeknurrt werden.“ 

Viele Termine fallen aus

Denn bisher gab es immer ein großes, liebevoll zubereitetes Essensangebot für die Blutspender. In Wiblingwerde hoffen die Verantwortlichen, auch die unteren Räume des Gemeindehauses nutzen zu dürfen. 

Über allen Veränderungen steht die Wichtigkeit des Blutspendens, die Michael Pingel herausstellt: „Die Blutempfänger müssen weiterhin versorgt werden, aber viele Terminorte fallen aufgrund der neuen Bestimmungen weg und es gibt keine Alternativen.“ 

Auch in Zeiten des Coronavirus’ müssen Patienten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Es sind insbesondere Menschen mit Tumorerkrankungen, die sich in einer Chemo- oder Strahlentherapie befinden, auf die Gabe von Blutpräparaten angewiesen, um die Nebenwirkungen zu überstehen. 

Rund ein Fünftel aller benötigten Blutpräparate werden für Krebspatienten benötigt, beim DRK-Blutspendedienst West sind es täglich 3500 Blutspenden. Es gibt eine Sondergenehmigung, um die Spenden durchzuführen.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem Ticker.

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