„LF 10“ hat 1600 Liter Löschwasser an Bord

Sehr begeistert sind die Feuerwehrmänner und -frauen vom neuen Löschgruppenfahrzeug LF 10.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es hat 300 PS, ein automatisiertes Schaltgetriebe, einen Euro 5-Diesel-Motor und eine Warnbakenmarkierung: Schick ist es, das neue Löschgruppenfahrzeug LF 10, das Sascha Panne, Ralf Gottwald, Marco Bauersfeld, Sven Lüno, Jan Triches, Christian Homann und Mark Wille jetzt abgeholt haben – mitten im Schneechaos übrigens.

Achteinhalb Stunden waren die Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehrmänner unterwegs, um das nagelneue Fahrzeug von Iveco Magirus aus Ulm abzuholen. „Das war nicht mehr feierlich“, sagt Wehrleiter Mark Wille zu den Wetterbedingungen unterwegs.

 Am 11. Dezember war die kaufmännische Abnahme, einen Tag später gab es dann die technische Einweisung. Das neue Fahrzeug, das in Wiblingwerde „stationiert“ ist, ersetzt einen 30 Jahre alten Unimog. Der scheint übrigens heiß begehrt, würde nach Nachrichten auf der Facebook-Seite sofort ein „neues Zuhause“ bekommen.

Tatsächlich wird der Unimog demnächst über die Zollauktion angeboten – ein öffentliches Portal, auf dem unter anderem gepfändete, sichergestellte, beschlagnahmte Sachen oder ausgesonderte Gegenstände des Verwaltungsgebrauchs angepriesen werden. Ein Notarzt-Einsatzfahrzeug wird dort aktuell ebenso angeboten wie ein Löschfahrzeug LF 8. Der Unimog der Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde ist laut Gutachten 25000 Euro wert. Das dürfte dann das Startangebot zum Bieten sein. Im Moment ist der Unimog allerdings im virtuellen Auktionshaus von Bund, Ländern und Gemeinden noch nicht eingestellt.

Doch zurück zum neuen LF 10: Das Fahrzeug hat 1600 Liter Löschwasser an Bord – für den Erstangriff sozusagen bis die Löschwasserversorgung am Hydrantennetz oder am offenen Gewässer aufgebaut ist. Zudem ist der Wagen mit Iveco-Fahrgestell geländegängig, hat Allrad-Antrieb und 400 Meter B-Schläuche an Bord. Weiterhin gehören unter anderem zwei Tauchpumpen, eine tragbare PFPN – eine Feuerlöschkreiselpumpe – und Atemschutz zur Ausrüstung.

Spannend ist die Funktionsweise – zum Teil computergesteuert über ein Multifunktionstableau. „Wir sind begeistert“, sagt der neue Wehrleiter Mark Wille. In dieser Woche finden abends Schulungen inklusive Gerätekunde am und mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug LF 10 statt.

Auch erste Fahrten stehen an. „Man muss ja ein Gefühl dafür bekommen“, so Mark Wille. Fahrten über „Stock und Stein“ wurden bisher aber noch nicht ausprobiert. Anfang 2018 wird die Gemeinde das Fahrzeug, das 250000 Euro gekostet hat, offiziell an die Feuerwehr übergeben, aber natürlich ist es schon ab sofort im Einsatzdienst.

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