Heimat- und Verkehrsverein will investieren

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Gerd Nolte, Klaus Gutheil und Siegfried Kruse (v.l.) kümmern sich im Heimat- und Verkehrsverein um die Kennzeichnung der Wanderwege, würden sich aber über Unterstützung freuen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Heimat- und Verkehrsverein Wiblingwerde stellt an vier markanten Stellen Tütenspender für Hundekot auf. Damit kommt der Vorstand einer Idee von Klaus Gutheil nach.

Guthof waren die ekligen Haufen in Nähe des Niggenhuser Hofs, am Kirchenparkplatz, am Waldlehrpfad und am Abzweig Sassenscheid unangenehm aufgefallen. Sponsoren seien bereits gefunden, teilte Vorsitzender Herrmann Boshe-Plois den 35 Teilnehmern der Jahreshauptversammlung im Schlosshotel Holzrichter mit.

Es läuft wieder rund: Im wahrsten Sinne des Wortes gilt das für das Rad der Brenscheider Kornmühle, das der Arbeitskreis Brenscheider Mühlen erst kürzlich sanieren ließ. Eine Spende der Sparkasse über 2500 Euro machte auch die Erneuerung der Windborde möglich. So war der Eigenanteil der über 14 000 Euro teuren Maßnahme gedeckt. Um Ostern herum, so erklärte Otto Camphausen der Jahreshauptversammlung am Montag, werde der Boden der Kornmühle vom Holzwurm befreit. Dr. Karl-Heinz Lindenlaub schlug vor, ein Sanierungsfest zu feiern, um der Bevölkerung die Neuerungen zu zeigen.

Aus dem zweiten Arbeitskreis des Heimat- und Verkehrsvereins gab es ebenfalls Neuigkeiten: Siegfried Kruse teilte im Namen der Interessengemeinschaft Wanderwege mit, die vorhandenen Strecken um insgesamt ein Drittel einzukürzen. Im Zuge der Kennzeichnung der Wege sei aufgefallen, dass manche Route arg lang sei. Kruse, Gerd Nolte und Klaus Gutheil haben sich als Wegzeichner für die Beschilderung auf eine Mischlösung geeinigt: Kunststofftafeln und Pfosten sollen Wanderern nach Möglichkeit an den meisten Stellen den Weg weisen. Dies vereinfache den Wegzeichnern die Arbeit. „Trotzdem sind wir alle in einem fortgeschrittenen Alter und können Hilfe gebrauchen”, warb Kruse für das Ehrenamt in freier Natur. Leider seien nicht alle Waldbesitzer zugänglich und lehnten die Tafeln und Pfosten auf ihrem Grund ab. Gleiches gelte für die im vergangenen Jahr aufgestellten Ruhebänke: „13 haben wir in hervorragender Zusammenarbeit mit der Gemeinde aufbauen können und möchten das gern ausweiten. Aber an den schönsten Aussichtspunkten wird uns leider noch von manchem Grundbesitzer verwehrt, eine Ruhebank aufzustellen”, so Kruse.

Investieren will der Heimatverein in Energie: 2000 Euro soll eine neue Heizungsanlage in der Heimatstube kosten, 1000 Euro eine Lösung für den Kornspeicher. Kassierer Reinhard Ittershagen stellte im Haushaltsplan weitere Investitionspläne vor: Der Verein will Stühle reparieren lassen, zwei Truhen aufbereiten und eine von Familie Holzrichter gestiftete Waage auf Vordermann bringen. Weil all das natürlich Geld kostet und die Gemeinde kaum mehr finanziellen Spielraum zur Unterstützung des Heimatvereins hat, beschloss die Versammlung die Anhebung des Jahresbeitrags: Statt 11 müssen Privatpersonen demnächst 18 Euro tragen. Seit Vereinsgründung war nicht an dieser Schraube gedreht worden.

Sorge bereitet dem Verein aktuell, dass die Homepage-Pflege nicht mehr stattfindet. Webmaster Mark Fischer ist verstorben. Seine Idee, einen regelmäßigen Newsletter einzuführen, will der Verein beibehalten. Gesucht wird nun ein technisch versierter Mensch, der die Online-Angelegenheiten des Vereins übernehmen könnte.

Gedacht wurde am Montag auch des im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinsvorsitzenden Klaus Potthoff. Der Heimatverein Hohenlimburg hatte ihm einen langen Nachruf im Heimatbrief gewidmet, den Herrmann Boshe-Plois der Versammlung vorlas. Viele der von Potthoff langjährig begleiteten Veranstaltungen haben ihren festen Platz im Kalender des Vereins und der Bevölkerung gefunden und werden 2013 fortgeführt. Eine Aufstellung seiner Veranstaltungen will der Verein in Kürze bekannt geben. ▪ Ina Hornemann

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