Neue Fläche zum Bauen mitten im Dorf

Auf dem ehemaligen Wiblingwerder Sportplatz könnten vielleicht schon im nächsten Jahr die Bagger zum Einsatz kommen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Das Baugebiet Niggenhuser Hof ist noch nicht vollständig bebaut, da stellt die Gemeinde schon die Weichen für ein weiteres Areal in Wiblingwerde, auf dem Wohnhäuser errichtet werden können. Auf der knapp 7000 Quadratmeter großen Brachfläche, auf der sich früher der Sportplatz des Dorfes befunden hat, könnten vielleicht schon im nächsten Jahr die ersten Häuser entstehen.

Die Voraussetzungen dafür hat der Rat der Doppelgemeinde in seiner Sitzung am Montagabend geschaffen, als er bei sechs Enthaltungen der SPD-Fraktion den Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes fasste. Damit ist der Weg zur Umwandlung des bisher im Flächennutzungsplan als Parkfläche ausgewiesenen Geländes zur Wohnbaufläche frei.

Mit der Ausweisung des Wohngebietes auf einer Brachfläche im Ort setzt die Gemeinde gesetzliche Vorgaben zum ressourcenschonenden Umgang mit Boden um. Anstatt ein neues Baugebiet im Außenbereich auszuweisen, reaktiviert sie die 1996 sanierte Altlastenfläche. Auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes sollen nun bis zu zwölf Einfamilienhäuser errichtet werden. Das mit der Planung beauftragte Mendener Ingenieurbüro Hagen empfiehlt allerdings die Errichtung von Doppelhäusern, um auch Bauherren mit weniger Geld ein kostengünstiges Eigenheim zu ermöglichen. Dazu soll auch der Zuschnitt der Grundstücke beitragen, die nicht so großzügig bemessen sein sollen, wie im Niggenhuser Hof. Erschlossen werden soll das Neubaugebiet über eine 5,50 Meter breite verkehrsberuhigte Straße mit Wendehammer, die wiederum an die Straße Am Stübchenstück angebunden wird.

Wann nun tatsächlich mit den Arbeiten zur Erschließung und Bebauung begonnen wird, ist derzeit noch offen. Allerdings interessiert das ganz besonders den Turnverein Wiblingwerde. Der kann im nächsten Jahr nämlich auf eine 100-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken und möchte die Jubiläumsfeier vom 29. Juni bis 1. Juli gerne in einem 800 Quadratmeter großen Zelt auf dem ehemaligen Sportplatz-Gelände begehen. Eine entsprechende Anfrage liege der Gemeinde bereits vor, teilte Birgit Tupat, Leiterin des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Gemeinde, dem Rat mit. „Grundsätzlich ist dagegen nichts zu einzuwenden. Wir haben allerdings mit dem Verein vereinbart, dass wir uns am Jahresende noch einmal unterhalten“, so Tupat. ▪ vg

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