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Sperrung der Lennehalle geplant

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die SPD nahm gleich drei Anläufe für die Klausurtagung, da krankheitsbedingt Termine nicht stattfinden konnten. „Wir werden zu diesem Haushalt keine weiteren Anträge stellen“, sagt Gerd Schröder (Mitte).
Die SPD nahm gleich drei Anläufe für die Klausurtagung, da krankheitsbedingt Termine nicht stattfinden konnten. „Wir werden zu diesem Haushalt keine weiteren Anträge stellen“, sagt Gerd Schröder (Mitte). © Fischer-Bolz, Susanne

„Es bleibt wie immer spannend in unserer kleinen Gemeinde“, sagt Gerd Schröder, Fraktionsvorsitzender der SPD. Und er dürfte Recht behalten. Das nächste Pulverfass: die mögliche Sperrung der Lennehalle. Denn wenn der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses vorgezogen werden soll, muss das Equipment irgendwo hin.

Nachrodt-Wiblingwerde – Angedacht ist, dass die Lennehalle als Lagerfläche für Inventar, Umkleidemöglichkeit für die Feuerwehrleute und Abstellmöglichkeit für die Feuerwehrfahrzeuge genutzt wird. Damit die Fahrzeuge in die Halle passen, müssen große Tore eingebaut werden. Das bedeutet aber: Für längere Zeit wird kein Sport mehr möglich sein. Und auch keine Blutspende.

„Einen Tod muss man sterben“, sagt Petra Triches, Fraktionssprecherin der UWG, und sieht keine Alternative. Denn: Für das Feuerwehrgerätehaus gibt es bereits eine Förderzusage. Die Maßnahme muss innerhalb von sechs Monaten gestartet werden.

„Das müssen wir auf jeden Fall noch mal diskutieren“, findet dagegen Gerd Schröder, der sich – ebenso wie die UWG – mit seinen Fraktionskollegen zur Haushaltsplanberatungen traf. Er ist nicht begeistert davon, die Lennehalle über Monate zu schließen. Angedachter Zeitraum: ab den Osterferien 2022 bis Oktober 2022. Durch Ferienzeiten von etwa zehn Wochen wäre die Lennehalle außerhalb der Ferien „lediglich etwa 19 Wochen unzugänglich“, heißt es in der Vorlage zur Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses am 22. November ab 17 Uhr in der Sekundarschule.

„Kann die Problematik verstehen“

„Ich kann die Problematik verstehen, wir kommen ja in der Gemeinde nicht weiter. Es hapert nicht zuletzt an den Fördermitteln. Es ist deshalb richtig, dass die Verwaltung nach vorne geht. Aber bei der derzeitigen Situation der Baubranche kann man mit viel längeren Zeiträumen rechnen. Die Lennehalle würde nicht nur für Wochen gesperrt“, sagt Gerd Schröder. Und so heißt es: Bühne frei für die Diskussionen, die möglicherweise aufgrund der Geldfrage im Keim erstickt werden. Denn eine Ausweich-Unterbringung der Feuerwehr auf dem Parkplatz des Gartenhallenbades, die mal angedacht war, würde 100000 Euro kosten – ohne Nebenkosten und Sicherheitsdienst.

Auch ein sehr kontrovers diskutiertes Thema: die digitale Ausstattung der Schüler. Gleich am Montag, 15. November, geht diese Debatte im Rahmen der Schulausschusssitzung ab 17 Uhr in der Sekundarschule in die nächste Runde. Die Verwaltungen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde sprechen sich für eine Elternfinanzierung der mobilen Endgeräte, ergänzt um ein Sozialkonzept, aus. Die UWG ist dafür. Vorgelegt wird auch eine Umfrage aus anderen Kommunen. Die Sitzung ist öffentlich.

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