Schallschutzwände: Bahn informiert

+
Lärmschutzwände - wie hier in Hohenlimburg - soll es auch in Nachrodt geben.

Nachrodt-Wiblingwerde – Fluch oder Segen? Die Bahn plant Schallschutzwände – und lädt alle Anwohner der betroffenen Bahnstrecken zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Lärmsanierung in Nachrodt-Wiblingwerde“ ein.

 Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 27. Juni, ab 19 Uhr im katholischen Vereishaus an der Hagener Straße 1 statt. Die Ingenieure der DB Netz AG präsentieren die Ergebnisse des schalltechnischen Gutachtens und erläutern den weiteren Planungs- und Bauablauf für die vorgesehenen Schallschutzmaßnahmen. Im Anschluss haben die Gäste die Möglichkeit, ihre Fragen an die Projektleitung zu richten.

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes“ führt die Deutsche Bahn voraussichtlich ab Herbst 2021 Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes in Nachrodt-Wiblingwerde durch. Dabei werden entlang der Bahnstrecken in Einsal, Nachrodt und Iserlohn-Lasbeck Schallschutzwände errichtet und in allen Bereichen schalldämmende Bauteile wie Schallschutzfenster oder spezielle Lüfter in Wohngebäude eingebaut.

 „Die Lärmschutzwände bestehen aus hochschallabsorbierenden Leichtmetallelementen und entlasten die Anwohner entlang der Bahnstrecke erheblich vom Lärm der vorbeifahrenden Züge. Zusätzlich profitieren auch weiter von der Bahnstrecke entfernt liegende Häuser und Wohnungen in hohem Maße von der Wirkung dieser aktiven Lärmschutzmaßnahme“, heißt es in eine Pressemitteilung der Bahn. Während der Bauarbeiten würden moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte eingesetzt. Trotzdem würden sich Belästigungen durch Staub und Lärm nicht vermeiden lassen

. „Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten“, heißt es. Dass die Lärmschutzwände auf jeden Fall aufgebaut werden, scheint nicht in Frage zu stehen. Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn mehr als 1,3 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1700 Kilometer Schienenstrecke und 58400 Wohneinheiten investiert. Etwa 700 Kilometer Schallschutzwände wurden bisher errichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare