St. Josef: Kirchenschiff mit einer Glaswand teilen

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Klaus-Dieter Jacobsen stellte die Pläne vor.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die katholische Pfarrei St. Matthäus Altena, zu der auch St. Josef Nachrodt gehört, möchte auch in den kommenden Jahren an ihren bisherigen Standorten mit seelsorgerischen Angeboten präsent bleiben. Das ist das Ergebnis einer zweijährigen Entwicklung von Laien, hauptamtlichen Mitarbeitern unter Beratung des Bistums Essen im Rahmen des Projektes Zukunftsbild „Du bewegst Kirche!“

 Allerdings setzt St. Josef darauf, dass dies langfristig nur durch zusätzliche Mittel des Bistums Essen auch gewährleistet werden kann. Im Ortsteil Nachrodt soll deshalb die Kirche umgebaut werden, um künftig auch Veranstaltungen, die bislang im benachbarten Vereinshaus stattfinden, dort anbieten zu können.

Entsprechende Ausführungen machte auf der Pfarrversammlung der Gemeinde am Dienstagabend Klaus-Dieter Jacobsen als Vertreter des Kirchenvorstandes. Da der Gottesraum schon jetzt nicht mehr komplett benötigt wird – es wird nur sonntags eine heilige Messe angeboten – lehnt sich diese Überlegung an die Erfahrungen aus der Gemeinde St. Bernardus, Oberhausen, an. Dort wurde das Kirchenschiff durch eine Glaswand in zwei Bereiche aufgeteilt. So sollen künftig dort neben Gottesdiensten auch Feiern und Veranstaltungen stattfinden können. Die Wand soll transportabel sein, etwa, um sie bei großen Messfeiern (Weihnachten, Ostern), wieder zu demontieren.

Die Räume der Kita St. Elisabeth, so der Plan des Kirchenvorstandes, „sollen erhalten bleiben.“ Einher geht mit den Planungen, das, wenn die bisherigen Funktionen auf andere Gebäude übertragen werden können, das Vereinshaus nicht mehr zu nutzen. Bittere Pille für St. Josef ist allerdings: Es darf aus baurechtlichen Gründen nicht zu Wohnzwecken umgebaut werden.

Mit Blick auf erweiterte Nutzungsmöglichkeiten der St. Josef-Kirche wird die Pfarrei mit der Kommune und der evangelischen Gemeinde Gespräche führen, um eine gemeinsame Nutzung der künftigen Räume zu erreichen. Dies soll auch unter dem Hintergrund der Planungen für die Umgestaltung oder den Neubau der Lennebrücke zügig passieren. „Wir werden eine Lärmschutzwand erhalten. Ich kann mir eine Kirche hinter so einer Wand bis jetzt kaum vorstellen“, merkte dazu Jacobsen an. Die Gespräche sollen auch dazu führen, die St.-Josef-Ideen in ein mögliches neues Gemeindeentwicklungskonzept einfließen zu lassen.

Für den Umbau der Kirche stehen der Pfarrei keine eigenen Mittel zur Verfügung. Jacobsen stellte fest, man sei deshalb auf die finanzielle Unterstützung des Bistums oder öffentliche Zuschussgeber angewiesen. Die Pfarrei plant zunächst einen Architektenwettbewerb, um die seelsorgerische, bauliche und finanzielle Dimension des Projektes detaillierter abschätzen zu können. Aus pastoralen Gründen verworfen wurde die Option, im Ortsteil Einsal die Räume unter der Friedhofskapelle St. Michael künftig intensiver für gemeindliche Zwecke zu nutzen.

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