Naujoks beantragt Versetzung in Ruhestand

Beatrix Naujoks hat aus gesundheitlichen Gründen ihre Versetzung in den Ruhestand beantragt.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Bürgermeisterin Beatrix Naujoks hat am Donnerstag aus gesundheitlichen Gründen einen Antrag auf Versetzung in den Ruhestand gestellt. Die 56-jährige Veserderin hat sich von einer Tumorerkrankung nicht wieder vollständig erholt.

Die Diplom-Verwaltungswirtin war im Dezember 2007 als SPD-Kandidatin zur Bürgermeisterin gewählt worden, als sie sich überraschend deutlich gegen den CDU-Kandidaten Uwe Scholz durchsetzen konnte. Knapp zwei Jahre stellten Ärzte bei ihr einen gutartigen Hirntumor fest. Daraufhin war Naujoks über einen längeren Zeitraum aufgrund der notwendigen Behandlung nicht dienstfähig gewesen. Im Oktober 2010 hatte sich die Bürgermeisterin dann einer Operation unterzogen und sich danach zuversichtlich gezeigt, ihre Arbeit bald wieder aufnehmen zu können. Direkt nach der Operation hatte sie eine etwa dreimonatige Auszeit in Aussicht gestellt.

Es sollte sich herausstellen, dass diese Einschätzung falsch war. Im Frühjahr dieses Jahres unternahm Beatrix Naujoks zwar einen Versuch, zumindest stundenweise ins Amtshaus zurückzukehren. Es habe sich aber gezeigt, dass sie in einzelnen Bereichen noch immer Defizite habe, berichtete Gabriele Balzukat, Kämmerin der Gemeinde, im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Seit Mitte Mai sei Naujoks deshalb wieder dauerhaft dienstunfähig. In Naujoks‘ Umfeld hieß es, die 56-Jährige habe um ihre vollständige Wiedergenesung hart gekämpft und sogar erfolgreich ihre Gehirnleistung trainiert. Letztlich habe sie aber in Stresssituationen Gedächtnisprobleme gehabt.

Über Naujoks‘ Antrag auf Versetzung in den Ruhestand entscheidet der Landrat des Märkischen Kreises, der dabei das Urteil des Amtsarztes berücksichtigen wird. Mit einer Entscheidung werde bis zum Jahresende gerechnet, verlautete am Donnerstag aus der Gemeindeverwaltung.

Eigentlich dauert die Amtszeit von Beatrix Naujoks, die mitten in der vergangenen Legislaturperiode die Nachfolge des überraschend verstorbenen Bürgermeister Friedhelm Schröder angetreten hatte, noch bis 2014. Sollte der Landrat ihrer Versetzung in den Ruhestand nun erwartungsgemäß zustimmen, müsste die Doppelgemeinde im nächsten Jahr für die restlichen zwei bis zweieinhalb Jahre einen neuen Bürgermeister wählen. ▪ vg

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