Name der Sekundarschule vorerst kein Wortungetüm

Die kommissarische Leiterin der Sekundarschule, Anne Rohde (links), führte die Politiker am Dienstag durch die Räume. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Name der Sekundarschule, die im Sommer in Nachrodt-Wiblingwerde den Betrieb aufnehmen soll, wird – zumindest vorerst – kein Wortungetüm. Darauf haben sich die Schulausschüsse von Nachrodt-Wiblingwerde und Altena am Dienstagnachmittag in einer gemeinsamen Sitzung verständigt. Ganz vom Tisch ist eine Bezeichnung wie zum Beispiel „Richard-Schirrmann-Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde“ allerdings noch nicht.

Die Stadt Altena wünscht sich zwar, dass der Name Richard Schirrmanns, der in der alten Netter Schule vor mehr als 100 Jahren die erste Jugendherberge der Welt eingerichtet hat, in dem zukünftigen Schulnamen weiterlebt. So lange aber auch die Realschule in der Nette noch seinen Namen trägt, soll darauf verzichtet werden, um eine Verwechslung zu vermeiden. Doch auch ohne den Namen des Jugendherbergsgründers hätte die Bezeichnung der Sekundarschule ein Wortbandwurm werden können: Altena hatte die Regionsbezeichnung „Westfalen“ mit ins Spiel gebracht, und auch Nachrodt-Wiblingwerde sollte im Namen auftauchen. Die Ausschussmitglieder besannen sich dann aber doch darauf, bei der Namensvergabe Maß zu halten. „Westfalen“ wurde gestrichen und schließlich einstimmig die Bezeichnung „Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde“ verabschiedet. Fest steht aber schon jetzt: Sobald die Realschule in der Nette in fünf Jahren ausgelaufen ist, wird man sich wieder auf Richard-Schirrmann besinnen.

Ganz ähnliche Bestrebungen gibt es übrigens auch in der Doppelgemeinde. Dort sorgt sich die UWG bereits darum, dass mit dem Auslaufen der Hauptschule im Jahr 2017 der Name des Namenspaten Albert Schweitzer verloren gehen könnte. Die Wählergemeinschaft legte dem Schulausschuss deshalb bereits am dienstag den Antrag vor, den Namen des Friedensnobelpreisträgers auf die Nachrodter Grundschule zu übertragen. Die neue Bezeichnung solle demnach „Albert-Schweitzer-Schule“ lauten. „Das Gebäude an der Ehrenmalstraße hieß so bis zum Schulneubau am Holensiepen. Auch in unserer Gemeinde soll an guten Traditionen festgehalten werden“, begründete UWG-Fraktionschef Johannes Illerhaus den Antrag. Dem Ausschuss kam das Anliegen aber am Dienstag deutlich zu früh: Darüber könne auch noch entschieden werden, wenn in fünf Jahren der Zeitpunkt der Hauptschulauflösung gekommen sei, entschied er. ▪ Volker Griese

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