Nähen und Stricken im Gemeindehaus in Nachrodt-Wiblingwerde

+
Anna Krüger (rechts) gibt ihr Können im neuen Näh- und Strickkreis weiter.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Zwei links, zwei rechts, zwei fallen lassen?“ Dann hätte man wahrscheinlich bald nichts mehr auf der Nadel. Wer Stricken oder Nähen erlernen oder sein Können perfektionieren möchte, wer gern dabei in netter Gesellschaft ist, der könnte beim neuen Handarbeitskreis im evangelischen Gemeindehaus Nachrodt goldrichtig sein.

Anfang der 80er Jahre strickten die Mädels um die Wette – und zwar mitten im Unterricht. In Hörsälen wurden die Professoren von klappernden Stricknadeln umzingelt. Doch dann gab es den tiefen Fall der Handarbeit. Sie galt als spießig, komplett aus der Mode.

Und nun? Selbstgenähtes, Selbstgestricktes ist wieder der letzte Schrei. Stolz ist Frau – und selten Mann – , wenn das selbstgemachte Werk auch noch passt. Für Anna Krüger war Handarbeiten nie ein Trend, es war und ist eine Lebensphilosophie. „Stricken hab ich in der Schule gelernt“, erzählt die sympathische Nachrodterin, die später die Hauswirtschaftsschule in Plettenberg besuchte. Ihre Mama war Näherin – und brachte ihr die Kunst an der Nadel und Nähmaschine bei.

Heute gibt sie ihr Können gerne weiter. Und ist auch pingelig. „Das muss gut werden“, lacht Anne Krüger, die am Montag mit Heidi Plate und Stefanie Windgassen im Gemeindehaus an der Kirchstraße „werkelte“. Erste Lektion: gerade Nähte.

Es rattern die Nähmaschinen. Stefanie Windgassen möchte den Saum eines Kleides, der sich gelöst hat, wieder annähen. Kein Problem. Anna Krüger macht die Nähmaschine, die Stefanie geerbt hat, startklar und hilft beim Einfädeln. „Jede Nähmaschine ist etwas anders, funktioniert anders“, sagt die Stoff-Könnerin, die eine selbstgemachte Bluse trägt, die sie „mal eben“ in zwei Stunden fertig hatte. Schnittmuster sind dagegen für Neueinsteiger verwirrend, die mysteriösen Linien, Pfeile und Symbole sind eine Wissenschaft für sich. Die Anfängerinnen können sich aber zurecht über jeden Erfolg freuen.

 Einen Dank schickt das Team an Inge Westerwell, die hochwerte Stoffe gespendet hat. „Daraus können wir im Herbst/Winter sicher wunderschöne Röcke und Blazer nähen“, freut sich Anna Krüger. Für Heidi Plate geht es gerade darum, ein T-Shirt zu verlängern. Ein witziger Stoff wird angenäht. Man kann auch aus alten Schals etwas Neues zaubern oder die alte Jeansjacke aufpeppen. Die Freude ist aber das A und O – und das Miteinander. Wer mitmachen möchte, ist montags ab 16 Uhr im Gemeindehaus willkommen. Infos unter 0176 /21958400.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare