Frühlingswetter spielt dem Osterbasar in die Karten

Stark frequentiert war die Schminkecke. Hier konnten sich die Mädchen und Jungen in bunte Tiere verwandeln lassen und kaum Kind ließ sich diese Gelegenheit entgehen. Foto: Bröer

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Osterhase hätte seine helle Freude gehabt am Basar des Waldkindergartens Wiblingwerde. Was beim Osterbasar am Herlsener Weg in seinem Namen angeboten wurde, konnte sich nämlich sehr gut sehen lassen.

Die Eltern der Kindergartenkinder, die den Großteil der Dekorationsstücke hergestellt hatten, hatten ihrer Kreativität offensichtlich freien Lauf gelassen. Das Ergebnis war nicht nur verblüffend, sondern auch derart umfangreich, dass es potenziellen Käufer schwer fiel, sich für eines der Stücke zu entscheiden. „Wir haben in diesem Jahr viele neue Ideen umgesetzt“, sagte Nadine Richter, die Leiterin des Waldkindergartens. Erstmalig konnte man beispielsweise österlich dekorierte Pflanzkörbe erstehen. Diese ganz normalen Körbe aus Spanholz waren weiß angemalt, mit Erde befüllt und dann bepflanzt worden. Sie fanden reißenden Absatz. Ebenfalls stark nachgefragt waren die von Hand genähten Vögel. Der Stoff dafür wurde aus verschiedenen Farben und Mustern kreiert. Der ganz große Renner auf dem Basar waren jedoch – und auch diese Artikel wurden erstmalig angeboten – die ausgehöhlten und bepflanzten Baumstämme. Sie wurden in verschiedensten Größen und Zuschnitten feilgeboten. Dazu war von bereits gefällten Bäumen die Rinde geschält worden. Die Stammabschnitte waren dann unten abgedichet, mit Erde befüllt und bepflanzt worden. Zudem wurde noch eine österliche Dekoration angebracht.

Das umfangreiche Angebot auf dem Osterbasar führte dazu, dass schon in den frühen Nachmittagsstunden viele Artikel vergriffen waren. Es zeigten sich deutliche Lücken in den Verkaufsregalen. „Das hatten wir noch nie“, freute sich Nadine Richter über diesen Verkaufserfolg. „Die ersten Gäste waren schon pünktlich um 11 Uhr da“, berichtete sie weiter, dass der „Kaufrausch“ auch schon früh eingesetzt hatte.

Neben österlicher Dekoration standen allerdings auch noch Kaffee und Kuchen zur Verfügung. Gleich 32 dieser leckeren Exemplare standen, in Stücke zerteilt, zum Verzehr bereit. „Und wer es etwas deftiger mag“, so Richter, „wir haben auch Bockwurst“.

Fast alle Kinder der Einrichtung waren mit ihren Eltern gekommen, manche hatten auch noch Großeltern, Verwandte und Freunde mitgebracht. Während die Kinder auf dem Gelände tobten und spielten, ließen es sich die Erwachsenen bei Kaffee, Kuchen oder Wurst gut gehen.

Sehr gut angenommen wurde auch wieder das Kinderschminken. Fast keines der Kinder ließ sich ungeschminkt sehen. Und so tummelten sich Löwen, Tiger, Hexen, Marienkäfer und – natürlich – Osterhasen auf dem Gelände. Außerdem konnten sich die Kinder in der Ostwerwerkstatt mit Basteleien die Zeit vertreiben.

Nadine Richter und ihr Team hatten in die Vorbereitung des Basars viel Arbeit gesteckt. „Nachdem abzusehen war, dass wir schönes Wetter haben würden, haben wir die Möbel aus dem Kindergarten geholt und sie nach draußen gestellt. Da hatten wir schon eine Menge zu tun“. Aber die Mühe hat sich offensichtlich gelohnt. Ein Großteil der österlichen Deko konnte verkauft werden. Von den 32 Kuchen ist auch nicht mehr ganz so viel übrig geblieben. „Wir sind richtig zufrieden“, resümiert Richter. „Aber das tolle Wetter hat uns natürlich auch geholfen.“ -  Hartwig Bröer

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