Jugendfeuerwehr übt den 24-Stunden-Ernstfall

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Unter Aufsicht der erwachsenen Feuerwehrmänner hatten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei der 24-Stunden-Übung verschiedene Einsatzszenarien abzuarbeiten. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag eines Berufsfeuerwehrmannes aus? Dieser Frage ging jetzt die Jugendfeuerwehr der Doppelgemeinde nach. 24 Stunden dauerte ihre entsprechende Übung.

Das Feuerwehrgerätehaus diente den Nachwuchsbrandbekämpfern am vergangenen Wochenende als Feuerwache, hier liefen alle Drähte zusammen. Die Übung begann zunächst mit der Übergabe der Fahrzeuge und der Ausrüstung. Die Jugendlichen hatten zu prüfen, ob sich Fahrzeuge und Material in gutem Zustand befanden. Um 9.45 Uhr dann der erste Alarm: Die Wehr wurde zu einem Containerbrand gerufen. Unter realistischen Bedingungen mussten die Floriansjünger das Feuer löschen. Dann stand das Frühstück an.

Die morgendliche Mahlzeit wurde jedoch unterbrochen durch den zweiten Notruf des Tages: Diesmal war ein Kind vom Pferd gestürzt, Eile war geboten. Nach Beendigung auch dieses Einsatzes ging es zurück zum Gerätehaus. Doch eine größere Pause stand nicht auf dem Programm. Die Feuerwehr wurde jetzt zu einem Brand in dem Gebäude der Firma AGN in Nachrodt gerufen. Aufgabe der Jugendlichen war es nun, Schläuche zu legen und die Wasserversorgung sicher zu stellen. Weitere Einsätze folgten.

Die Planungen für die groß angelegte Übung lagen in den Händen von Oliver Böhland und Sebastian Putz. Ganze vier Monate benötigten sie für die Vorbereitung. Unterstützung erhielten sie durch den Löschzug und die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr. Hintergrund der Veranstaltung sei es, so Böhland, die Jugendlichen bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten. Es sei zwar erst mit 18 Jahren möglich, an aktiven Einsätzen teilzunehmen. Aber dann sollte die Jugendfeuerwehr auch bestens vorbereitet sein. Denn „die Jugendlichen sind die Feuerwehr von morgen“, so Böhland.

Geplant sind weitere Übungen, die im jährlichen Wechsel mit Jugendfreizeiten stattfinden könnten.

Oliver Böhland zog auch das abschließende Fazit: „Wir haben hier eine Super-Truppe“, erklärte er. Und er könne wohl mit Recht davon ausgehen, dass die Jugendlichen im Ernstfall genau wüssten, wie sie effektiv zu handeln hätten. „Und nur darauf kommt es an“, betonte der Leiter der Jugendfeuerwehr. Bestens gewappnet ist der Feuerwehr-Nachwuchs also schon. Und die Kollegen aus der aktiven Wehr freuen sich schon auf den viel versprechenden Nachwuchs. ▪ Hartwig Böer

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