Verfahren gegen 88-jährige Nachrodterin eingestellt

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Nachrodt-Wiblingwerde - Stattliche 88 Lebensjahre brachte eine Autofahrerin aus Nachrodt-Wiblingwerde mit ins Amtsgericht Altena, wo sie sich wegen einer angeblichen Verkehrsunfallflucht verantworten musste.

Am 23. Februar hatte sie möglicherweise nicht so recht mitbekommen, dass sie auf der Altenaer Straße ein anderes Auto gestreift und einen Fremdschaden von 2238 Euro verursacht hatte. Sie sei beunruhigt gewesen durch ein Untersuchungsergebnis, das sie gerade von ihrem Arzt gehört hatte, erinnerte sich die alte Dame.

Offenbar war sie dann ein wenig voreilig vom Straßenrand losgefahren und hatte ein kratzendes Geräusch gehört, von dem sie annahm, dass es von einem leichten Zusammenstoß mit einem vorbeifahrenden Auto stammte. Das wiederum sei zügig weitergefahren in Richtung Iserlohn, worauf sich auch die 88-Jährige auf den Heimweg machte. „Das andere Auto war weg.“ Außerdem habe sie ja nicht einfach mitten auf der Straße anhalten können.

Keinen Anlass zum Führerschein-Entzug

Richter Dirk Reckschmidt sah angesichts des begrenzten Schadens und der Unsicherheiten darüber, was die alte Dame mitbekommen hatte, keinen Anlass, ihr den Führerschein wegen eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu entziehen. Er mahnte die 88-jährige Nachrodterin aber eindringlich, sich selbst daraufhin zu prüfen, ob sie sich noch sicher im Straßenverkehr bewegen könne.

Sie erklärte sich im Gegenzug für die Einstellung des Verfahrens bereit, 500 Euro an die Justizkasse zu bezahlen. „Ich fahre nicht mehr so oft Auto“, sagte sie zum Abschied – „und im Winter gar nicht mehr.“

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