Klaus Möscheid erlebt sein Leben noch einmal

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Klaus Möscheid hat jetzt sein erstes eigenes Buch herausgegeben. In „Wie wir wurden, was wir sind“ schildert er sein Leben und das seiner Familie, schreibt aber auch über Wirtschaft, Politik und Religionen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Klaus Möscheid aus Nachrodt ist alles andere als ein Träumer. Aber Träume hat er schon, und viele davon konnte er sich auch schon erfüllen. Zum Beispiel den Traum vom eigenen Buch.

„Wie wir wurden, was wir sind“, lautet der Titel des Buches, das seit wenigen Tagen im Handel erhältlich ist. Das hört sich nach einer Biografie an, doch in Wahrheit macht die eigene Lebensgeschichte des Autors und seiner Familie nur einen Teil des Buches aus. Möscheid erzählt die Geschichte seiner Familie, zeigt Stammbäume und Ahnentafeln seiner Eltern, beschreibt seine eigenen Kindheits- und Jugenderinnerungen. Darüber hinaus schildert er Erlebnisse von seinen zahlreichen Reisen in fast alle Teile der Welt. Und schließlich befasst sich Möscheid mit Fragen zu Politik, Gesellschaft und den Weltreligionen. Nicht zuletzt gibt die rund 230 Seiten umfassende Publikation noch Einblicke in die heimische Wirtschaft, insbesondere die Drahtindustrie.

Doch wie kommt man dazu, ein solches Buch zu schreiben? „Mir ist irgendwann einmal aufgefallen, dass ich eigentlich nichts über die Kindheit und die Jugend meiner Eltern und Großeltern wusste. Nur das Nötigste eben“, erklärt der 70-Jährige. „Womit spielten sie? In welchem Umfeld hielten sie sich auf? Was gab es mittags zu essen?“, seien Fragen gewesen, die ihn beschäftigt haben. Also fing Möscheid an zu recherchieren. Heraus kam dabei nicht nur die Geschichte seiner Familie sondern auch seine eigene. Und dann entstand die Idee, aus diesen Recherchen ein Buch zu machen. Etwas mehr als ein Vierteljahr hat es gedauert, bis das Werk druckreif war.

Der Autor wurde in Altena geboren, wohnt jedoch seit vielen Jahren in Nachrodt. Er erzählt in seinem Buch, wie er und seine Familie eben das wurden, was sie heute sind. Und er erzählt auch von seinen Reisen, von denen er viele gemeinsam mit seiner Ehefrau unternahm. In diesem Zusammenhang hielt er auch Vorträge, um seine Zuhörer in fremde Länder zu entführen. Möscheid besuchte Indien, den Jemen, Bhutan und auch die Wüste Gobi.

Durch seine berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer, Produktmanager und Vertriebsleiter war Möscheid in ganz Europa unterwegs. Als er in den Ruhestand trat, suchte er sich andere Reiseziele. So lernte er beispielsweise nicht nur viele Länder und Leute, sondern auch die Weltreligionen kennen. Seine Feststellungen hierzu sind in den meisten Fällen nicht besonders schmeichelhaft. „Man kann in fast allen Weltreligionen ein Männermonopol erkennen“, hat Möscheid festgestellt. Frauen hätten fast überall „nichts zu melden“. Das gelte zum Teil auch für die christlichen Glaubensgemeinschaften.

Möscheid schrieb dieses Buch auch ein wenig für sich selbst. „Ich bin jetzt 70“, sagt er. „Aber durch das Schreiben habe ich die vergangenen Jahrzehnte noch einmal erlebt“. Das Werk ist interessant geschrieben. Viele Leser werden bei dessen Lektüre auch einen Teil ihrer eigenen Geschichte finden.

Das im Berliner Verlag Epubli erschienene Buch „Wie wir wurden, was wir sind“ (ISBN: 9783844258356), ist im Handel für 19,95 Euro erhältlich. ▪ Hartwig Bröer

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