Nachrodter Sänger machen rasante Fortschritte

Maidi Langebartels (rechts) probte am Samstag zusammen mit dem MGV Frohsinn und den drei jungen Instrumentalisten, die das Adventskonzert in der St. Josef-Kirche mitgestalten werden.   Foto: Hornemann

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Hundert mal hat der MGV Frohsinn schon „Machet die Tore weit“ gesungen. Dieses Chorstück bietet viel Potenzial für Variationen, die der Komposition erst Wirkung verleihen. Maidi Langebartels hat am Samstag alles aus den Sängern herausgeholt.

Die Chormitglieder verbanden die Generalprobe für ihr Adventskonzert mit einem Stimmbildungsseminar mit der Lüdenscheiderin. Die war mittags schwer begeistert vom Entwicklungsfortschritt der Sänger.

Maidi Langebartels dirigiert: Die Stimmen nach oben und den Chor einen Schritt nach links. Schließlich hat auch der Standort eines jeden Frohsinn-Sängers eine entscheidende Auswirkung darauf, wie die Melodien am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, beim Publikum ankommen. Chorleiter Heinrich Mainka merkt sich das alles: Mit dem Oesetaler Frauenchor übt er schließlich auch noch einmal, denn die zweite von ihm dirigierte Gesangsgruppe wird das Adventskonzert an diesem Tag mitgestalten.

In der Vorweihnachtszeit gibt es eine Fülle von Konzerten dieser Art, weshalb der MGV Frohsinn als Gastgeber sich immer wieder abheben will, um ein großes Publikum zu begeistern. Diesmal tut er das, indem er die Instrumentalisten Mareen Knoop, Regina Kerkmann und Niklas Haverkamp eingeladen hat. Sie begleiten nicht nur die Chöre an Violine, Querflöte und Cello, sondern werden mit modernen Kompositionen „Walking in the air“ einen besonderen Pep ins Programm bringen. Diese Musik, die Howard Blake 1982 zu dem Animationsfilm „Der Schneemann“ komponiert hat, begleitet einen kleinen Jungen und einen Schneemann auf ihrem Flug zum Nordpol. Für Chorsprecher und Konzertmoderator Werner Griesel sind die drei jungen Nachrodter Musiker ein echter Glücksgriff: „Die setzen wirklich Höhepunkte an diesem Tag”, versichert er.

Die Instrumentalisten sind auch zur Generalprobe gekommen und feilen mit Maidi Langebartels, Heinrich Mainka und den Sängern am letzten Schliff. Von halb zehn am Morgen bis zum frühen Nachmittag. „Dann ist bei so einer Mammutprobe buchstäblich die Luft raus”, erklärt Werner Griesel. Eine Mühe, die den ganzen Körper fordert, die sich aber letztendlich auszahlt. Die Lüdenscheider Stimmbildnerin, die ihre Nachrodter Freunde nicht so regelmäßig hört, wie die Frohsinn-Fans, lobt den Ehrgeiz der Sänger: „Mit denen kann man richtig gut arbeiten. Und am Ende eines Tages hört man deutlich die Verbesserung.“

Acht von insgesamt 17 Stücken trägt der Nachrodter Männergesangverein beim Adventskonzert vor. Darunter sind Kompositionen von Mozart („Ave verum“) und Händel („Largo“). Die großen Tonsetzer legten immer viel Wert auf Artikulation beim Vortrag ihrer Stücke. Das nimmt sich der MGV Frohsinn zu Herzen. Am 1. Dezember ab 15.30 Uhr können sich Freunde der Chor- und Instrumentalmusik selbst davon überzeugen. In der St. Josef-Kirche, wo am Samstag auch die Generalprobe stattgefunden hat, werden die Mitwirkenden ihr Publikum auf den Advent einstimmen.

Einen Vorverkauf für das Adventskonzert gibt es explizit nicht. Wer sein Ticket vorher sicher in der Tasche haben möchte, kann aber jeden Sänger ansprechen. An der Abendkasse, wo traditionell der Großteil der Eintrittskarten verkauft wird, können sie auch bequem für 8 Euro erworben werden. Zur Sicherung der besten Plätze können die Gäste bereits um 15 Uhr in der Kirche Platz nehmen. Mit ihrem Kommen tun sie übrigens der Kirchenorgel von St. Josef etwas Gutes: Ein Großteil der Konzerteinnahmen soll ihrem Erhalt zugute kommen. - Ina Hornemann

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