Kein Buch mit sieben Siegeln:

Nachrodter Politik verzichtet auf zusätzliche Haushaltsplanberatungen in den Ausschüssen

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Nachrodt-Wiblingwerde - Zu verteilen gibt es nichts. Und zu verschenken schon gar nicht. Nach intensiver Disklussion und Befragung von Bürgermeisterin und Kämmerin verzichten die Nachrodter Politiker auf weitere Beratungen des Haushalts 2020 in den Fachausschüssen.

Für die Bürger dürfte es wenig befriedigend sein, erfahren sie doch nichts über vielleicht interessante Positionen im Haushaltssanierungsplan der Gemeinde, nichts über Veränderungen, nichts über den Diskussionsbedarf, den es im Vorfeld gegeben hat. Denn anders als in den vergangenen Jahren werden in den Fachausschüssen die Etatberatungen schlicht abgehakt. Es gibt sie nicht. Der Grund: Kämmerin Gabriele Balzukat stand CDU, SPD und UWG bei den internen Beratungen Rede und Antwort.

Keine Fragen offen

Und so sind augenscheinlich keine Fragen mehr offengeblieben, die öffentlich besprochen werden können. „Der Haushalt bietet keinen Spielraum: Wir können im Grunde nur Positionen hin- und herschieben“, meinte Gerd Schröder, Fraktionsvorsitzender der SPD, im Planungs- und Bauausschuss. „Wir haben auch einen Termin mit der Kämmerin gehabt. Unsere Fragen wurden beantwortet“, so Schröder. Genau dies wurde auch von Petra Triches, Fraktionssprecherin der UWG, bestätigt. Und Ulrich Gülicher (CDU) und Vorsitzender des Ausschusses, erklärte, dass in den internen Sitzungen bereits alle Unklarheiten beseitigt werden konnten. „Ich persönlich kann nur sagen, dass Bürgermeisterin Birgit Tupat und Kämmerin Gabriele Balzukat einen guten Job gemacht haben.“

Hochachtung für die Vorarbeit

Er zollte Hochachtung dafür, dass jedes Jahr so ein Haushalt „zurechtgezimmert“ werden kann, „mit dem wir gut leben können“. Zufriedenheit allerorts. Einstimmig wurde der Etat in allen Ausschüssen beschlossen. Das galt ebenso für die Sitzung des Sportausschusses. Dort allerdings gab es eine Bekanntmachung von Bauamtsleiter Dirk Röding: „Als der Haushalt aufgestellt wurde, war nicht klar, wie hoch die Fördersumme für das Gartenhallenbad ist. Wir haben 1,5 Millionen eingesetzt. Mittlerweile liegt die Summe bei 2,345 Millionen Euro Sanierungskosten mit 90-prozentigem Zuschuss“, so Dirk Röding. Besagte Summe wurde auf vier Jahre verteilt, in 2020 mit 235 000, 2021 und 2022 mit jeweils 705 000 Euro und 590 000 Euro.

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