Deborah Obalsky leitet Jugendzentrum

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Deborah Obalsky (Mitte mit Blumen) ist die neue Leiterin des Jugendzentrums

Nachrodt-Wiblingwerde -  „Hallo, ich bin Debby.“ Herzlich und doch ein wenig nervös begrüßte Deborah Obalsky die Besucher des Jugendzentrums. Sie ist die neue Leiterin der Einrichtung. Noch hat sie die erfahrene Sylvia Kothe-Frankholz an ihrer Seite. Doch schon in einem Monat wird sie den Treff alleine managen.

 Die Begrüßung war nur halb so groß und festlich wie einst die von Sylvia Kothe-Frankholz. Zwar waren Bürgermeisterin Birgit Tupat und Erich Reinke, Leiter des evangelischen Jugendreferats, gekommen, ansonsten aber niemand. „Die Fraktionen waren informiert“, erklärte Tupat. Und so fiel die Begrüßung eher knapp aus. Die Bürgermeisterin überreichte einen Blumenstrauß, Hände wurden gedrückt, ein Gruppenfoto gemacht und schon nach gut fünf Minuten war der Alltag wieder eingekehrt. Die Jugendlichen spielten an der Playstation, am Kicker oder machten es sich in der Sitzecke gemütlich.

 Obalsky startet für den ersten Monat mit einer halben Stelle. Zuvor arbeitete die 26-Jährige nach ihrem Studium als Jugendreferentin in Lüdenscheid-Brüninghausen. Der Job als Jugendzentrumsleiterin ist die nächste große Herausforderung. „Vier Wochen wird Deborah nun von Sylvia eingearbeitet, zudem suchen wir ab August einen weiteren Mitarbeiter“, erklärte Erich Reinke.

Die 50-Prozent-Stelle werde nun ausgeschrieben. Geht es nach Reinke, soll sie mit einem Mann besetzt werden, was nichts mit Diskriminierung zu tun habe, sondern mit reinem Pragmatismus. Denn mehr als 90 Prozent der regelmäßigen Besucher im Jugendzentrum sind Jungs. Ein Mann könne da auf einer anderen Ebene interagieren und vielleicht auch anders mit Problemen umgehen. Die Frau-Mann-Kombination sei also die Idealbesetzung.

Obalsky tritt in große Fußstapfen. Denn Kothe-Frankholz hat es geschafft, das Jugendzentrum zu reanimieren. Kurz vor dem Aus übernahm sie das Ruder und machte es innerhalb eines Jahres zu dem, was es nun ist – ein Erfolgsmodell. Durchschnittlich 30 Jugendliche besuchen die normalen Abende, hinzu kommen Sonderaktionen. Die Öffnungszeiten sollen nun ausgeweitet werden, wie genau, ist noch unklar. Zunächst soll neben dem Freitag auch noch der Donnerstag hinzukommen. „Vorstellbar wäre auch ein Tag am Wochenende. Aber Deborah wird herausfinden, welche Tage und, oder Zeiten noch bei den Jugendlichen gefragt sind“, erklärte Reinke. Zudem bestehe eine der Hauptaufgaben der neuen Leiterin im Networking. In den kommenden Wochen soll sie Kontakt zu anderen Bildungs- und Jugendeinrichtungen aufnehmen. Gemeinsam wird dann überlegt, welche Angebote in der Gemeinde wichtig wären und noch fehlen beziehungsweise wie man sich künftig ergänzen und unterstützen kann. Gleichzeitig soll aber auch die erfolgreiche Jugendarbeit in der Einrichtung fortgesetzt werden. Reinke: „Ziel ist es, dass die Jugendlichen auch außerhalb der Schule eine Art Zuhause finden, wo sie sich angenommen und respektiert fühlen. Gleichzeitig sollen sie lernen, respektvoll miteinander umzugehen.

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