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Nachrodter Kreismeister beim Spenden

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Von: Christos Christogeros, Thomas Bender

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Die Altenaer (54 Euro pro Einwohner im Schnitt) sind beim Spenden eher zurückhaltend, während die Nachrodter mit 147 Euro Kreismeister sind.
Die Altenaer (54 Euro pro Einwohner im Schnitt) sind beim Spenden eher zurückhaltend, während die Nachrodter mit 147 Euro Kreismeister sind. © Christogeros, Christos

Die Nachrodt-Wiblingwerder zeigten sich im Jahr 2017 besonders spendenfreudig. Das zeigt eine Statistik von IT.NRW, die jetzt veröffentlicht wurde. Danach betrug das pro-Kopf-Spendenaufkommen in der Doppelgemeinde 147 Euro. Das ist mehr als doppelt soviel wie der Kreisdurchschnitt von 67 Euro.

Altena/Nachrodt– Grundlage für diese Statistik des Landesamtes bilden Spenden zur Förderung steuerbegünstigender Zwecke, die in den Steuererklärungen angegeben wurden. Demnach spendeten von 2111 steuerpflichtigen Nachrodt-Wiblingwerdern im Jahr 2017 insgesamt 737 Personen eine Summe von 967 000 Euro – das sind besagte 147 Euro je Einwohner und 458 Euro je Steuerpflichtigem.

Wesentlich weniger spendenfreudig zeigten sich die Altenaer: Von den hier in 2017 gemeldeten 5523 Steuerpflichtigen leisteten 1736 Spenden – das war wie in Nachrodt etwa jeder Dritte. 924 000 Euro kamen zusammen. Das sind 54 Euro pro Einwohner beziehungsweise 167 Euro pro Steuerpflichtigem.

Viel gespendet wurde auch in Meinerzhagen

Ein Blick in die Nachbarstädte: Viel gespendet wurde auch in Meinerzhagen (133 Euro pro Einwohner) und Schalksmühle (104 Euro). Schlusslicht im MK ist Werdohl mit nur 39 Euro pro Einwohner, Menden und Hemer bringen es jeweils auf 47 Euro.

27,8 Millionen Euro kreisweit

Kreisweit wurden 2017 insgesamt 27,8 Millionen Euro gespendet – das bedeutet rund 67 Euro je Märker. Die Spender haben im Schnitt jeweils 693 Euro überwiesen. Natürlich gibt es auch ein NRW-Ranking. Grundlage dafür ist ebenfalls das Spendenaufkommen pro steuerpflichtigem Spendenden. Das liegt in Nachrodt bei 1312 Euro, was für Platz sieben im landesweiten Vergleich reicht. Meinerzhagen (1257 Euro) kommt auf Platz neun. Altena landet mit 532 Euro im landesweiten Vergleich immerhin auf Platz 146.

Landesmeister Attendorn

NRW-weit wurden im Schnitt je Einwohner 71 Euro gespendet. Landesmeister wird Attendorn mit unschlagbaren 10 216 Euro pro spendendem Steuerzahler. Insgesamt gaben die 24 335 Attendorner über 25 Millionen Euro, das sind 1029 Euro pro Einwohner. Die Stadt Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke nimmt Platz zwei ein (228 Euro je Einwohner; 2 341 Euro je Spendender). Den dritten Rang belegt die Stadt Köln (174 Euro je Einwohner; 1 518 Euro je Spendender). Das niedrigste Spendenaufkommen wurde in Legden im Kreis Borken registriert (38 Euro je Einwohner; 263 Euro je Spendender).

Die Statistiker weisen auch diesmal darauf hin, dass zusammen veranlagte Ehegatten und Personen in eingetragenen Lebenspartnerschaften als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. All diese Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2017. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden erst nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden können. Die hier dargestellten Informationen seien damit die aktuellsten, die zurzeit verfügbar sind. Spenden zur Förderung steuerbegünstigender Zwecke enthalten keine Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung oder an politische Parteien und unabhängige Wählervereinigungen. Eine weitere Differenzierung nach Spendenzweck sei nicht möglich, teilt IT.NRW mit.

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