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Kinderfeuerwehr ist eine Herzensangelegenheit

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Abschied von Celina Klatt (rechts): Svenja Lüno (2.v.l.) ist jetzt neue Gemeinde-Kinderfeuerwehrwartin. © Privat

Svenja Lüno ist die neue Gemeinde-Kinderfeuerwehrwartin. Damit wird die Stellvertreterin zur Chefin. „Es ist einfach eine Herzensangelegenheit“, sagt die 37-Jährige, die Celina Klatt im Amt ablöst, die aus persönlichen Gründen aufgehört hat. Neue Stellvertreterin ist Sabrina Lippert.

Nachrodt-Wiblingwerde - Als die Freiwillige Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde im Sommer 2018 unter dem Motto „Bist du cool genug für ein heißes Hobby – Komm zu uns zur Feuerwehr“ einen Aufruf startete, um eine Kinderfeuerwehr zu gründen, war der Ansturm so überwältigend, dass gar nicht alle Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in die neu geschaffene Einheit aufgenommen werden konnten. Es gab Wartelisten – und die gibt es bis heute, denn die Begeisterung der Kinder ist riesig. Daran konnten selbst Auszeiten während der Pandemie nichts ändern. Am 1. Juni wechseln übrigens die letzten Kinder, die von Anfang an dabei waren, nun in die Jugendfeuerwehr.

Spielerisch an den Brandschutz heranführen

„Die Kinder werden spielerisch an die Feuerwehr herangeführt und das Betreuerteam macht eine ganz hervorragende Arbeit, sehr kindgerecht “, schwärmt Wehrleiter Mark Wille. Mit Svenja Lüno und Sabrina Lippert arbeiten nicht nun eine Erzieherin und eine Sozialarbeiterin mit den Mädchen und Jungen, sie gehören auch zur Unterstützungsabteilung der Feuerwehr, haben natürlich auch eine Brandschutzhelferausbildung und können ihr Wissen kindgerecht weitergeben. Teamgeist, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, richtiges Verhalten bei Gefahren im Alltag, Brandschutz- und Verkehrserziehung und besonders jede Menge Spaß stehen bei der Kinderfeuerwehr im Mittelpunkt, die sich alle zwei Wochen mittwochs trifft. Dass alle eine schöne Uniform haben, versteht sich von selbst.

Mit sechs Jahren kann man mitmachen

In der Kinderfeuerwehr können Kinder zwischen sechs und zehn Jahren mitmachen. Ab zehn Jahren können sie dann in die Jugendfeuerwehr aufrücken. „Das wird aber so gemacht, dass es für das Kind gut ist. Man kann mal in der Jugendfeuerwehr gucken, wie das so bei den anderen ist, oder auch beide Gruppen besuchen. Die 16-Jährigen dürfen wiederum bei der aktiven Abteilung dabei sein. Das baut sich also langsam auf“, freut sich Gemeindebrandinspektor Mark Wille über den Nachwuchs für seine Feuerwehr.

Ebenso erweitern sich natürlich die Kenntnisse rund um die Feuerwehr. Mit 16 Jahren darf man die eigentliche Grundausbildung starten, vom Löschangriff über technische Hilfe bis zur Funkausbildung und rechtlichen Vorgaben.

Im August geht es in den Zoo

Davon ist die Kinderfeuerwehr noch weit entfernt. Die Jungen und Mädchen freuen sich jetzt erst einmal auf einen Ausflug in die Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen. „Ich miete jetzt einen Reisebus für den 20. August“, erzählt Svenja Lüno.

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