Nachrodter immer wieder ohne Führerschein unterwegs

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Scheinbar konnte ein 22-jähriger Metallschleifer aus Nachrodt seine Finger nicht vom Steuer seines Autos lassen – denn immer wieder erwischte ihn die Polizei, wenn er, ohne überhaupt einen Führerschein zu besitzen, wieder einmal auf den Straßen, teilweise auch betrunken, unterwegs war.

Mehrfach ist der Nachrodter schon wegen Trunkenheit am Steuer und weiterer Verkehrsdelikte strafrechtlich in Erscheinung getreten. Nach seiner letzten Verurteilung zu einer Geldstrafe im Februar musste der 22-Jährige wegen zweimaligen Fahrens ohne Führerschein dann am Donnerstag schon wieder am Amtsgericht in Altena auf der Anklagebank Platz nehmen. Er war erneut wegen des zweimaligen Fahrens ohne Führerschein angeklagt. Verschärfend kam hinzu, dass er bei der zweiten Polizeikontrolle im Januar auf der Hagener Straße auch noch ein verbotenes Butterflymesser in der Innentasche seiner Jacke dabei hatte, das den Beamten in die Hände gefallen war.

Zerknirscht saß der Metallschleifer Richter Dirk Reckschmidt gegenüber, bewies dieses Mal aber sofort echte Einsicht: „Ich habe Mist gebaut“, betonte er mehrfach. Seinen Ford habe er mittlerweile abgemeldet, der stehe nur noch in der Garage. Das Messer sei zudem nur durch einen Zufall in seiner Jacke gewesen.

„Am besten lassen sie auch noch die Luft aus den Reifen“, riet der Richter dem 22-Jährigen, um ihn von der Versuchung des für ihn unerlaubten Fahrens abzuhalten. Als Tatwerkzeug hätte „das Auto auch in der Presse landen können“, ermahnte Reckschmidt den 22-Jährigen weiter und korrigierte sich mit Blick auf anwesende Medienvertreter gleich noch selbst: „in der Schrottpresse natürlich.“

Als Konsequenz für sein hartnäckiges Verhalten, am Straßenverkehr ohne Erlaubnis teilnehmen zu wollen, folgte eine saftige Geldstrafe unter Einbeziehung des Urteils aus dem Februar. 100 Tagessätze zu je 50 Euro (5000 Euro) muss der Metallschleifer jetzt bezahlen, das Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde eingestellt. Die Möglichkeit, seinen Führerschein zu machen, wollte ihm das Gericht auch nicht nehmen und verzichtete auf eine Auferlegung einer Sperrfrist für eine Fahrerlaubnis. ▪ GrAn

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