Drohne mit Lautsprecher: Feuerwehr übt Umgang mit neuem Einsatzmittel

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Führungskräfte der Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde sind normalerweise eher mit schwerem Gerät unterwegs. Am Wochenende waren jedoch Fingerspitzen- und Feingefühl gefragt – bei der Ausbildung zum Drohnen-Führer.

In der Doppelgemeinde wird, wie berichtet, eine neue Spezialeinheit ausgebildet, die kreisweit im Einsatz sein soll. „Beispielsweise bei Waldbränden, Vermisstensuche oder auch auf einem unübersichtlichen Industriegelände könnten wir zukünftig unterstützend tätig werden“, erklärte Jens Klatt, der stellvertretende Leiter der Nachrodter Wehr. 

Nicht nur in Nachrodt-Wiblingwerde, sondern auch in Plettenberg wird es Drohnen geben. Einige Städte, wie beispielsweise Halver, verfügen ebenfalls über solches Equipment. „Wir rechnen mit 15 bis 25 Einsätzen im Jahr“, sagte Klatt. 

Am Wochenende wurde erst einmal geübt, und zwar mit Trainer Cesare Piro. Los ging es in der Lennehalle. Wie bei der Feuerwehr üblich, gilt auch für die Drohnen das Vier-Augen-Prinzip. „Derjenige, der die Drohne fliegt, soll sich wirklich nur darauf konzentrieren. Der andere kontrolliert derweil das Umfeld und achtet auf mögliche Gefahren“, erklärt Klatt.

 Piro erläuterte derweil die Technik: „Am besten fliegt ihr möglichst ruhig in circa zwei bis drei Meter Höhe.“ Geübt wurde zunächst mit einer Übungsdrohne, falls es doch mal eine Bruchlandung geben sollte. Doch die Nachrodt-Wiblingwerder bewiesen Geschick und dirigierten die Drohne auf die Landebahn, die gut sichtbar mit einer Plane und vier leuchtenden Pylonen gekennzeichnet war. Klatt: „Das sieht vielleicht seltsam aus, wird aber auch im Einsatz so sein“. 

Nach den ersten Übungen ging es auf den Schulhof der Sekundarschule für weitere Testläufe. „Unsere beiden Drohnen können später unter anderem mit einer Wärmebildkamera ausgestattet werden. Außerdem ist es möglich einen Lautsprecher darauf zu installieren und Durchsagen zu machen.“, sagte Klatt.

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