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Nachrodter Feld wächst zu

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Von: Susanne Fischer-Bolz

Inge Hildebrandt auf ihrem Balkon, auf dem sie fast mitten im Unkraut steht.
Inge Hildebrandt auf ihrem Balkon, auf dem sie fast mitten im Unkraut steht. © Fischer-Bolz, Susanne

Das Unkraut kriecht auf die Balkone. Die Mieter sind entsetzt. Ringsherum im Nachrodter Feld wächst, blüht und gedeiht es. Doch noch gibt es vom Eigentümer kein grünes Licht zum Mähen.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Man muss sich ja schämen“, sagt Inge Hildebrandt. Sie ist entsetzt. Als sie nach einigen Wochen aus dem Krankenhaus kam und auf den Balkon ihrer Wohnung an der Schmidtstraße 4 ging, stand sie mitten im Unkraut, das von der Wiese so hochgewachsen ist, dass es fast in die Wohnung kriecht. Das Nachrodter Feld ist zugewachsen.

Grad ist 1,37 Meter hoch

„Das Gras ist 1,37 Meter hoch“, erzählt Heinz Dieter Weber, der an der Freiherr-vom-Stein-Straße wohnt. Und so gibt es schon wieder Kummer von Mietern, um die sich niemand kümmert. Oder doch?

Besitzer der Wohnungen am Nachrodter Feld ist – aktuell – das Unternehmen Caesar-Immobilien. Der Eigentümer, so erzählen die Mieter, wechselt alle paar Jahre. Alle Kontaktversuche zum Vermieter würden scheitern. Draußen pfui, innen hui? Zumindest bei Inge Hildebrandt gibt es im Haus selbst keine Probleme, keine Sorgen mit Schimmel, womit andere schon kämpfen mussten.

„Eigentlich ist es ja eine ruhige, schöne Wohngegend“

Gemäht wurde schon ewig nicht mehr. Selbst zum Rasenmäher greifen, kann Inge Hildebrandt nicht mehr. Auch die anderen Mieter seien zu alt. Mehr als 30 Jahre wohnt sie an der Schmidtstraße 4. Ausziehen möchte sie nicht. „Es ist ja eigentlich eine ruhige, schöne Wohngegend“, findet die Nachrodterin. Nur jetzt ist eben diese sehr vernachlässigt im Außenbereich. So empfinden es übrigens nicht nur die Mieter ringsherum. So empfindet es auch der Verwalter Werner Rabbe vom Deutschen Immobilien-Management. Er betreut von Lerthe aus den Wohnkomplex für Caesar-Immobilien und hat sich vor zwei Wochen selbst ein Bild vom Unkraut gemacht. Auch Gespräche mit Mietern wurden geführt. „Wir möchten auch, dass das behoben wird“, so Rabbe. Der Verwalter hat Vorschläge an den Besitzer eingereicht. „Aber dafür muss es erst grünes Licht vom Eigentümer geben.“

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