DRK muss in Nachrodt viele Blutspender abweisen

Nur 26 Männer und Frauen haben am Mittwoch in der Lennehalle Blut gespendet. Foto: Griese

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Auf den DRK-Blutspendedienst in Hagen ist der DRK-Ortsverein derzeit nicht gut zu sprechen. Auch den Unmut etlicher Spender hat sich die DRK-Tochtergesellschaft zugezogen, indem sie den letzten Blutspendetermin des Jahres in Nachrodt so unglücklich terminiert hat, dass ihn viele regelmäßige Blutspender nicht wahrnehmen konnten.

Hintergrund der Debatte, die am Mittwoch rund um den Blutspendetermin in der Lennehalle geführt wurde, ist die Regelung, dass zwischen zwei Blutspenden mindestens 56 Tage liegen müssen. Diese Frist konnten beispielsweise die 74 Männer und Frauen, die am 30. Oktober zur Blutspende in die Lennehalle gekommen waren, nicht einhalten. Der zeitliche Abstand zum nächsten Termin in Nachrodt betrug nur 49 Tage. Die Folge war, dass potenzielle Blutspender am Mittwoch entweder gar nicht erst erschienen oder vom Blutspendeteam wieder nach Hause geschickt worden sind. So gaben letztlich gerade einmal 26 Spender einen Teil ihres Blutes ab.

Jacek Mroß, Leiter des Blutspendeteams, erläuterte, warum zwischen zwei Blutspenden eine mindesten 56-tägige Pause liegen muss. Diese Zeit brauche der Körper, um sich von der Blutspende zu erholen, um neue Blutelemente bilden zu können. „Zu häufiges Blutspenden kann zu Anämie führen, weil der Körper das Blut dann nicht nachproduzieren kann“, erklärte er.

So sehr die Blutspender für diese Erklärung auch Verständnis aufbringen mögen, die aus ihrer Sicht schlechte Terminplanung des DRK-Blutspendedienstes in Hagen verstehen sie nicht. Einer von den insgesamt 22 Spendewilligen, die am Mittwoch abgewiesen wurden, ist Reiner Fanieng. Er findet die Tatsache, dass so viele potenzielle Spender aufgrund einer schlechten Terminplanung nicht zugelassen werden konnten, „erschreckend, wo doch immer hinter Blutkonserven hinterher gejammert wird“. Fanieng bedauert auch das Team des DRK-Ortsvereins, das in der Lennehalle wieder für eine erstklassige Verpflegung der Blutspender gesorgt und ein großes Büfett aufgebaut hatte, schließlich aber auf einem großen Teil der Leckereien sitzen blieb. Die örtlichen Helfer hatten für einen normalen Blutspendetermin eingekauft und mit etwa 80 Spendern gerechnet. Zum Dezember-Termin vor einem Jahr, als der zeitliche Abstand zum vorherigen Termin 63 Tage betragen hatte, waren immerhin 60 Spender gekommen.

Diese Zahl wird voraussichtlich auch beim letzten Termin des Jahres 2014 nicht erreicht werden können. Den haben die Terminplaner in Hagen nämlich erneut nur 49 Tage nach dem Oktober-Termin angesetzt, was Johannes Feldhagen vom DRK-Ortsverein mit Verärgerung zur Kenntnis genommen hat. Er hat sich inzwischen mit den Verantwortlichen in Hagen in Verbindung gesetzt und um eine bessere Terminplanung gebeten, die es mehr Spendewilligen ermöglicht, alle fünf Nachrodter Terminen des Jahres wahrzunehmen. - Volker Griese

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