Aykut Aggül übt sich als Bundestagsabgeordneter

Während seines Aufenthaltes in Berlin traf der Nachrodter Aykut Aggül (l.) auch mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zusammen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Auf Du und Du mit den Promis: Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück zählten zu den SPD-Spitzenpolitikern, die Aykut Aggül von Samstag bis Dienstag live in Berlin erlebte.

Der junge Nachrodter nahm dort am Planspiel Zukunftsdialog der Sozialdemokraten teil. Tür und Tor zu diesem exklusiven Erlebnis hatte ihm Ende vergangenen Jahres ein Praktikum bei MdB Dagmar Freitag geöffnet.

Der Bundestag ist für Aykut Aggül kein unbekanntes Terrain mehr: Dagmar Freitag hatte ihn erst vor wenigen Monaten als Praktikant in ihrem Büro mitarbeiten lassen, nun lud sie ihn ein zur Planspielfraktion. Vier Tage lang konnten junge Leute im Alter von 16 bis 20 Jahren in die Rollen von Abgeordneten schlüpfen und ihre Anliegen echten Volksvertretern vortragen.

Aykut Aggül hat gleich Karriere gemacht: Als stellvertretender Vorsitzender der Abgeordnetengruppe für Familie, Senioren, Frauen und Jugend formulierte er mit 19 weiteren Nachwuchspolitikern sechs Anträge an den Deutschen Bundestag: Abschaffung der Betreuungsprämie und des Betreuungsgeldes, das Recht auf Teilzeitstellen für Eltern Unterdreijähriger, gleiche Entlohnung für Frauen und Männer sowie die Verlängerung der Elternzeit auf vier Jahre gehörten dazu. Desweiteren forderte die Arbeitsgruppe eine gewährleistete Rückkehr in den Beruf für Eltern, den Ausbau von Kita-Plätzen und Betriebskindergärten und die Stärkung des Erzieherberufs. Bis spät in die Nacht haben die jungen Leute an ihren Anträgen gefeilt. „Am Ende sind alle durchgekommen“, freut sich Aykut Aggül.

Mit der Altenaerin Laura Göss hatte er sich am Samstag in Berlin bei Dagmar Freitag eingefunden. Junge Leute aus der gesamten Republik hatte die Möglichkeit bekommen, Berliner Luft zu schnuppern. Neben viel Arbeit lockte auch viel Vergnügen: Petra Ernstberger, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, begleitete ihre Gäste in das feine Restaurant „Die Auster“, wo für die Planspieler eine Live-Band spielte und ein feines Büffet wartete. Gut ausgeruht in einem schönen Hotelbett ging’s morgens früh weiter.

„Es ist ganz schön stressig, das Leben als Abgeordneter“, hat Aykut Aggül festgestellt. Weil die Planspieler auch an regulären Berliner Aktivitäten wie dem Wirtschaftsempfang auf Fraktionsebene teilnehmen durften, ging’s für den Nachrodter und die Altenaerin von Termin zu Termin. Und an jeder Ecke lauerte Polit-Prominenz: Auch ein Foto mit Franz Müntefering schmückt nun das persönliche Erinnerungsalbum.

Der kann jungen Leuten die Teilnahme am Planspiel nur ans Herz legen. „Sprecht Eure heimischen Bundestagsabgeordneten einfach mal darauf an“, rät er anderen politikinteressierten Jugendlichen. „Das ist für jeden etwas, der mitsprechen will!“ ▪ Ina Hornemann

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