Sekundarschul-Lehrer bereiten das neue Schuljahr vor / Konferenzen / Classroom Management/ Morgen Einschulung für die Fünftklässler

„Wer das Ländliche mag, ist bei uns angekommen“

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Schulleiterin Anne Rohde (3.v.r.) in Teambesprechung.

Nachrodt-Wiblingwerde - Sabrina Löbbe und Joris Kilb gehören ab sofort zum Team der Sekundarschule. In der vergangenen Woche wurden die neuen Lehrer vereidigt. Sie unterrichten Musik, katholische Religion, Darstellen und Gestalten, Gesellschaftslehre und Sport.

Reges Treiben herrscht schon seit einigen Tagen am Holensiepen. Wenn am morgigen Mittwoch das Einschulungsfest für die Fünftklässler stattfindet, haben die 52 Lehrer, Sozialarbeiter, Sonderpädagogen und Teilzeitkräfte alles für einen reibungslosen Start ins neue Schuljahr vorbereitet. 

"Lehrer bleiben Klassenlehrer bis zur Zehnten"

„Wir hatten eine Eingangskonferenz und haben auch Teamübergaben gemacht“, erzählt Schulleiterin Anne Rohde. Die Lehrer bleiben Klassenlehrer bis zur zehnten Klasse. Die jetzigen Achter sind vom Holensiepen nach Altena „gezogen“. 

„Ich freue mich, dass die Aufbauarbeit für die Schule jetzt nicht mehr so wichtig ist, sondern dass wir jetzt ans Optimieren gehen können. Und dafür hatten wir verschiedene Fortbildungen angesetzt“, so Anne Rohde. 

So gab es beispielsweise den Schwerpunkt „Classroom Management“ – ein Erziehungskonzept. Es geht darum, dass man mit den Schülern Regeln und viele Verabredungen vereinbart, die auch eingehalten werden sollen. Ein anderer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten kompetenzorientierten Lernen. „Die Schüler sollen zunehmend Verantwortung für ihr eigenes Lernen übernehmen“, erklärt Anne Rohde. 

"Man muss wesentlich differenzierter unterrichten"

Ziel: „Wir wollen den besonders guten Schülern noch mehr gerecht werden, aber wir wollen auch kein Kind zurücklassen, das einen Förderbedarf hat. Und dazu muss man wesentlich differenzierter unterrichten.“ Und so gibt es verschiedene Kompetenzstufen bis zum Reflektieren des eigenen Lernens. 

Unterschiedliche Lernmaterialien sind selbstverständlich. „Deshalb sind wir auch beim Fotokopieren und Laminieren Weltmeister, weil wir so viele unterschiedliche Aufgabenstellungen haben“, schmunzelt die Schulleiterin, die froh ist, dass das Lehrerkollegium steht, keine Kräfte fehlen. 

„Die Schulleiter haben sich die ganzen Ferien um Vertretungskräfte für ausgefallene Lehrer bemüht“, sagt Anne Rohde. Dass Lehrer nicht Hurra rufen, wenn es um ländliche Schulen geht, ist augenscheinlich nicht neu. 

"Das Ländliche hat auch Vorteile"

„Der Märkischen Kreis und der Hochsauerlandkreis haben oft das Nachsehen, weil hier keine Lehrer hinwollen. Dabei spielt die Schulform keine Rolle. Nach Köln und Dortmund möchten alle. Aber das Ländliche hat ja auch Vorteile. Und diejenigen, die das schätzen, sind auch bei uns angekommen.“ 

Jetzt muss nur noch das Dach der Schule irgendwie fertig werden. „Wir haben die Befürchtung, dass die Klassenräume nicht so fertig werden, wie wir das eigentlich benötigen. Die Fenster sind oben noch nicht drin. Ich hoffe, dass die Gemeinde da tätig wird.“

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