Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehr vom neuen Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum angetan

Übungen unter perfekten Bedingungen

Die Nachrodter Einsatzkräfte übten im neuen Rettungszentrum.
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Die Nachrodter Einsatzkräfte übten im neuen Rettungszentrum.

Hellauf begeistert sind die Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehrleute vom neuen Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum (BRZ) des Märkischen Kreises.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Übungsgruppe 1 der Einheit Nachrodt übte auf Rosmart die Menschenrettung aus dem ersten Obergeschoss und das effiziente Öffnen einer Tür. Kreisbrandmeister Michael Kling begleitete die Übungsszenarien, um die Gegebenheiten vor Ort zu testen und zu prüfen.

Am Freitag kam dann die nächste Truppe aus der Doppelgemeinde – und zwar die Wiblingwerder, für die der Kreisbrandmeister Übungen zur Brandbekämpfung ausgesucht hatte. „Im Detail werden die Leute überrascht, wissen also nicht genau, was auf sie zukommen wird“, erzählt Gemeindebrandmeister Mark Wille. Im neuen Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum können Einsatzkräfte unter anderem in Brandbekämpfung, technischer Hilfeleistung, ABC-Einsätze (zum Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren), sowie in Höhenrettungen geschult und geprüft werden.

Bedingungen vor Ort großartig

86 Prozent der Einsatzkräfte im Märkischen Kreis sind freiwillige Feuerwehrmänner und frauen, die auf Rosmart die 1000 Quadratmeter große Übungshalle ebenso wie die Hauptamtlichen nutzen können, sollen und wollen. In der Halle gibt es einen Turm aus Stahlbeton mit vier Geschossen. Einsatzkräfte können dort zum Beispiel das Verlegen von Schlauchleitungen im Treppenhaus proben. Der Turm verfügt über eine eigene Brandmeldeanlage und einen Aufzugschacht. Die Bedingungen vor Ort empfanden die Nachrodt-Wiblingwerder als großartig. Und auch für diejenigen aus der Doppelgemeinde, die noch nicht im neuen BRZ waren, wird Mark Wille einen Termin absprechen.

Feste Übungsgruppen beibehalten

Coronabedingt haben die Nachrodt-Wiblingwerder feste Übungsgruppen, die auch mit Blick auf sinkende Inzidenzzahlen nicht aufgegeben werden. Mark Wille setzt auf Nummer sicher. „Wir beobachten das immer noch sehr streng. Wir können es uns auf keinen Fall leisten, dass sich Teams vermischen und plötzlich etliche Leute ausfallen. Nach uns kommt keiner mehr, wir haben keine berufliche Feuerwehr, die dann einspringt“, so der Gemeindebrandmeister.

Während er bei allen Übungen alle Vorsichtsmaßnahmen einhalten kann, ist es bei realen Einsätzen nicht möglich, nur feste Teams an den Ort des Geschehens zu schicken. „Zum Glück sind alle geimpft“, sagt Mark Wille.

Impfungen für Betreuer

Apropos Impfungen: In dieser Woche können wahrscheinlich auch die Betreuer der Kinder- und Jugendfeuerwehr geimpft werden. „Nach den Ferien können dann auch wieder Treffen stattfinden. Das haben wir so ins Auge gefasst“, sagt Mark Wille, obwohl er auch skeptisch die aktuellen Lockerungen und das Verhalten der Menschen betrachtet. „Wenn ich die Bilder vom Rheinufer sehe, wie viele Leute da eng beieinander liegen, dann bin ich mir nicht so sicher, ob die Zahlen nicht doch wieder explodieren werden. Bei aller Freude sollte man doch vernünftig bleiben“, findet der Nachrodt-Wiblingwerder Feuerwehrchef.

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