Jedermänner reinigen das Dach der Heimatstube / „Wir müssen zusammenhalten“

Von der Idee des gegenseitigen Helfens

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Die Jedermänner reinigten das mit Moos bewachsene Dach der Heimatstube.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Idee ist simpel: Vereine mit viel Manpower helfen kleineren Vereinen oder Gruppen mit einem etwas höheren Altersdurchschnitt. So können viele Vereine und Verbände ihre Arbeit aufrecht erhalten und das Leben in der Gemeinde klingt vielfältig.

Die Idee klingt gut, wer aber die oft festgefahrenen Strukturen in Nachrodt-Wiblingwerde kennt, zweifelt zunächst an der Umsetzung. Doch der TV Wiblingwerde zeigt, dass es geht – und ganz nebenbei auch noch richtig Spaß macht. 

Es gab kühle Getränke und in kleinen Gruppen wurden angeregte Gespräche auf dem Dorfplatz geführt. Denn dort trafen sich Mitglieder des Heimatvereins und Jedermänner. Ein Blick nach oben zeigte auch, warum. 

Dach der Heimatstube gereinigt 

Denn auf einem Steigwagen standen zwei Sportler mit einem Dampfstrahler und reinigten das mit Moos bewachsene Dach der Heimatstube. 

„Die Idee dazu kam uns beim Rockkonzert, das hier auf dem Schulhof stattfand. Wir haben überlegt, was wir denn noch tun könnten für die Gemeinde. Ein Blick nach oben zeigte es uns. Und ruckzuck wurde aus einer Idee eine Tatsache“, erklärt Thomas Bäcker. 

Die Aktion war schnell organisiert. Normalerweise wandern die Jedermänner mittwochs. Denn während der Ferien ist die Halle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. 

"Wir fanden das super und wollten mitmachen"

„Die Idee des gegenseitigen Helfens stammt eigentlich vom Leader-Projekt, das das Vereinsleben im ländlichen Raum stärken soll. So wurde die Idee in unseren Verein getragen. Wir fanden das super und wollten mitmachen“, so Bäcker. 

Und „nur“ bei der Reinigung des Daches soll es nicht bleiben, die Jedermänner wollen noch mehr tun. Dazu haben sie auch schon einige Ideen, was genau werde aber noch nicht verraten. „Ich finde den Grundsatz gut. Wir müssen nur zusammenhalten“, betont Bäcker. 

Die Mitglieder des Heimatvereins organisierten zum Dank noch ein paar Leckereien vom Grill. Für sie war die Hilfe der Jedermänner großes Glück.

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