Bello-Boxen: Sponsoren gesucht/ Weniger Beschwerden

88000 Gassi-Tüten pro Jahr gegen die Tretminen

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Sabine Karisch an einer Bello-Box an den Tennisplätzen. „Ich muss meine Boxen alle 14 Tage auffüllen“.

Nachrodt-Wiblingwerde - Deutschlands knapp sieben Millionen Hunde produzieren 5,5 Milliarden Häufchen im Jahr. Wer auch immer das ausgerechnet hat. Die Tretminen sind allerorts ein Ärgernis. Auch in Nachrodt-Wiblingwerde.

Doch seit es die „Gassibeutel“ gibt, hat sich die Haufen-Situation auf den Gehwegen und Straßen durchaus verbessert. Jetzt wird dringend Nachschub benötigt. 

595 Hunde leben in der Doppelgemeinde. Und alle müssen ihr Geschäft verrichten. Am besten dort, wo es niemanden stört. Aber wenn es Bello, Freddy oder Waldi bei mindestens zwei Verdauungsgängen am Tag bis zum Wald nicht mehr aushalten, gibt es die eine oder andere Hinterlassenschaft. 

Zwölf "Bello-Boxen" in Nachrodt und Wiblingwerde

Damit Frauchen und Herrchen schnell eine Tüte zur Hand haben, gibt es zwölf „Bello-Boxen“ in Nachrodt und in Wiblingwerde. Sabine Karisch und Katja Pawelke sind unter anderem Paten für die keinen Boxen, die zum Beispiel an der Schmalsgotte, am Tennisheim, an der Kirchstraße und am Märkischen Platz angebracht sind. 

Die Standorte wurden an den typischen Hunde-Gassi-Strecken eingerichtet. Rote Tüten können dort gezogen werden, damit man mit einem Handgriff die Haufen aufsammeln und im besten Fall mit nach Hause nehmen und dort entsorgen kann. 

„Ich muss meine Boxen alle 14 Tage auffüllen“, sagt Sabine Karisch. Insgesamt gehen etwa 88000 Tüten pro Jahr in der Gemeinde weg. Das spricht für eine sehr gute Nachfrage, das spricht aber auch für Kosten um die 550 Euro, die sich nur durch Spenden finanzieren. 

Spenden nun aufgebraucht 

Die sind aber nun aufgebraucht, sodass dringend Unterstützung benötigt wird. Bürgermeisterin Birgit Tupat hat spontan die nächsten 10000 Tüten privat gesponsert. Weitere Unterstützer sind herzlich willkommen. 

Eigentlich, so sagt Sabine Karisch, seien die Tüten für Spaziergänger mit Hunden, die nicht täglich die Strecken gehen. Denn dass es Hundebesitzer gibt, die gegenüber der ausgestellten Boxen wohnen und „sich dann haufenweise bedienen, finde ich nicht in Ordnung. Aber verboten ist das natürlich nicht“, sagt Sabine Karisch, die davon ausgehen möchte, dass Hundebesitzer durchaus auch Tüten selbst kaufen können. 

Die gute Nachricht: Es gibt weniger Beschwerden aufgrund von Tretminenfeldern, die nicht nur nicht schön aussehen, sondern vor allem auch fürchterlich stinken. Besonders, wenn man ‘reingetreten ist. 

Aufkleber auf grauen Müll-Tonnen würden helfen 

Und augenscheinlich werden die Kot-Beutel auch nicht in die Landschaft geworfen, worüber es Klagen in durchaus vielen Städten gibt. „Gut wäre es aber, wenn alle auf ihren grauen Müll-Tonnen einen Aufkleber ‘Hundekotbeutel hier einwerfen’ hätten. Das würde noch mal weiterhelfen“, sagt Sabine Karisch. Wer sich dafür interessiere, könne sich gern bei ihr melden. 

Wer die Aktion „Bello-Boxen“ unterstützen möchte, kann seine Spende zweckgebunden an den Verkehrs- und Heimatverein richten, der auch Spendenquittungen ausstellen kann. Spenden bitte an das Konto bei der Vereinigen Sparkasse im Märkischen Kreis, Konto: 85003002 IBAN DE 76458510200085003002.

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