Keine Gemeinschaftsräume mehr/ Zimmer werden nummeriert

Flüchtlings-Wohnungen: spartanisch, aber freundlich

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So sehen die Zimmer aus, die für die Neuankömmlinge gerade vorbereitet werden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Birgit Schulte-Pinto pendelt hin und her. Von der Bachstraße 22, 26 und 32 zum Hermann-Löns-Weg, zum Amtshaus und zurück. Die Wohnungen für die „neuen“ Flüchtlinge werden eingerichtet – eine alte Küche wird abgebaut, ein Herd steht zum Entsorgen bereit. 

Mitarbeiter des Bauhofes helfen. Die Lattenroste für die Betten benötigen dringend eine Verstärkung. Werner Tetzlaff baut in der Kleiderkammer aus den vorhandenen Matratzen-Unterlagen etwas robustere. 

Die Zimmer – für ein oder zwei Personen – werden spartanisch, aber durchaus freundlich eingerichtet. Auf jeden Fall sind sie mit den Sammelunterkünften nicht vergleichbar. 

Zimmer werden abschließbar

Jedes Zimmer bekommt einen Kühlschrank. Es gibt einfach eingerichtete Küchen mit Herd, Unterschränke und Spüle. Von der Idee der Gemeinschaftsräume verabschiedet sich die Gemeinde. Die Zimmer werden nummeriert und abschließbar, sodass die Flüchtlinge ihre Privatsphäre haben. 

Fernseher gibt es nicht. „Wir versuchen, die Voraussetzungen so positiv wie möglich zu gestalten. Etwas anderes können wir nicht machen“, sagt Sozialarbeiterin Birgit Schulte-Pinto, und weiß, dass es natürlich auch auf die Flüchtlingen selbst ankommt, wie wohl sie sich fühlen, und wie sie mit ihren Mitbewohnern zurechtkommen. 

Das Miteinander mit den Nachbarn hänge von beiden Seiten ab. „Wenn etwas nicht klappt und Beschwerden kommen, versuche ich auch zu vermitteln“, sagt Birgit Schulte-Pinto, appelliert aber an die Nachrodter Bürger, die Flüchtlinge doch mal kennenlernen zu wollen. 

"Alle sind unheimlich gastfreundlich"

„Alle sind unheimlich gastfreundlich und man ist immer willkommen. Wenn ich da bin, werden immer Teller von Keksen um mich herum gebaut“, lacht die Sozialarbeiterin. 

Auch gebe es das gute Angebot des Flüchtlingscafés. Das nächste Treffen ist übrigens am 7. September ab 17 Uhr an der Hagener Straße 96. Eine Kostenpauschale in Höhe von 866 Euro pro Person und Monat bekommt die Gemeinde erstattet. 

Davon müssen die Wohnungen inklusive Nebenkosten, Lebensmittel und Kleidung bezahlt werden. Aktuell läuft eine Erfassung der tatsächlichen Kosten bei der Bezirksregierung Arnsberg, da augenscheinlich alle Städte und Gemeinden höhe Aufwendungen haben.

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