Geballter Widerstand

Bürgerinitiative Gegenwind überreicht 300 Einwendungen

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Jochen Feike (vorn rechts) übergab mit seinen Mitstreitern die Einwendungen an Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Einen herzlichen Dank an Sie, dass Sie uns Gelegenheit geben, den geballten Widerstand übergeben zu können“, meinte Jochen Feike – durchaus schmunzelnd – beim Besuch im Amtshaus.

Mit einigen Mitstreitern der Bürgerinitiative Gegenwind war er zur Bürgermeisterin gekommen, um die Einwendungen gegen die 22. Änderung des Flächennutzungsplanes einzureichen. 

Alle diejenigen, die sich zu den Einwendungen bekennen, wünschen sich, ernst genommen zu werden. „Das Bekennen ist durchaus ein Stichwort. Denn manche Leute scheuen sich tatsächlich, ihre persönlichen Daten so preiszugeben“, erklärte Jochen Feike. 

"Interessen vermischen sich"

Denn den Satz „Hier geht ein Riss durchs Dorf“ könne man durchaus für Veserde sagen. „In unserem Bereich ist es so, dass sich Interessen vermischen und wir dringend bitten, dass die Entscheidungsträger auch alle Interessen im Auge haben.“ 

Die Kooperation mit den Hohenlimburger Windkraftgegnern sei sehr fruchtbar gewesen. Man habe sich gegenseitig mit Wissen und Informationen unterstützt. 

300 Einwendungen übergab die Bürgerinitiative an Birgit Tupat. Andere – etwa 80 bis 90 Schreiben – waren längst vorher eingegangen. Vor allem in den vergangenen drei bis vier Werktagen vor dem gestrigen Ende der Auslegungsfrist gab es noch einmal einen Widerstands-„Run“. 

„Das sind Einwendungen, hinter die jeder Einzelne steht. Es ist nicht so, dass wir mit langen Listen Leute einfangen mussten. Die, die sich gemeldet haben, haben es von sich aus getan“, so Jochen Feike. 

Es gab allerdings eine Art Mustereinwendung mit den wichtigen Daten, die in den Geschäften ausgelegt war und an die sich die Interessenten „hangeln“ konnten. „Das war für viele eine Vorlage, aber sie haben auch eigene Schreiben entwickelt.“ 

"Wir werden mit Ernsthaftigkeit daran gehen“

Bürgermeisterin Birgit Tupat versicherte der Besuchergruppe, dass die Unterlagen direkt an das beauftragte Planungsbüro gehen. „Wir werden mit der notwendigen Ernsthaftigkeit daran gehen“, so Tupat. Für die Beurteilung der Einwendungen ist jetzt das Planungsbüro VDH Projektmanagement in Erkelenz beauftragt worden. 

Nächste Woche Mittwoch ist Bürgermeisterin Birgit Tupat in Düsseldorf. Dort möchte sie auch auf jeden Fall das Thema Windkraft ansprechen. Denn der Landtag will sich angeblich noch vor der Bundestagswahl mit dem Windenergieerlass beschäftigen.

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