SPD Nachrodt-Wiblingwerde

Susanne Jakoby tritt zurück

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Susanne Jakoby (links) gibt ihr Ratsmandat ab. Matthias Lohmann (rechts) verlässt die SPD-Fraktion.

Nachrodt-Wiblingwerde - Susanne Jakoby hat ihr Mandat niedergelegt. Die SPD-Fraktionsvorsitzende gab nach der nichtöffentlichen Sitzung des Rates ihren Abschied schriftlich bekannt. Zum 31. Mai gibt sie ihr Ratsmandat und alle politischen Ämter ab. Gleichzeitig ist sie mit sofortiger Wirkung als Parteivorsitzende zurückgetreten.

„Ich möchte das nicht weiter kommentieren. Ich habe das so für mich entschieden“, so Susanne Jakoby im AK-Gespräch. Zuvor hatte die Sozialdemokratin noch an den Debatten im Rat teilgenommen – augenscheinlich gefasst. Dass ihr der Schritt ins Abseits nach den Querelen der vergangenen Wochen und Monate nicht leichtgefallen sein dürfte, ist aber kein Geheimnis. Der Druck war zum Schluss offensichtlich zu groß.

Ihr Rückzug hat bereits eine erste Folge: Matthias Lohmann ist aus der Fraktion ausgetreten und wird zunächst fraktionslos im Rat tätig sein. „Ich habe der Bürgermeisterin und meiner noch amtierenden Fraktionsvorsitzenden einen Umschlag in die Hand gedrückt und bin zum 14. Mai 24 Uhr aus der Fraktion ausgetreten“, so Lohmann, der nicht möchte, dass großes Aufheben um seine Person gemacht wird. Deshalb möchte er auch nicht viel mehr zu seinem Rückzug aus der SPD sagen. „Ich habe keine Lust, dies an dem einen oder anderen festzumachen. Die Umstände haben das so ergeben. Das Ziel, das wir verfolgen, ist doch ein anderes. Wir wollen vernünftige Ratsarbeit machen, und ich hoffe, dass ich das auch weiterhin so tun kann.“

Die CDU-Fraktion äußert großes Bedauern über Susanne Jakobys Entscheidung. „Ich wünsche ihr alles Gute und hoffe, dass man sich politisch noch mal begegnet“, sagt Jens-Philipp Olschewski und ergänzt: „Wenn man nach so einer langen und erfolgreichen politischen Laufbahn sein Mandat niederlegt, muss das tief greifende und persönliche Gründe haben.“ Und Peter Herbel betont: „Ich habe gern mit ihr politisch gestritten, sie als tüchtig und aufrichtig empfunden.“ Für die UWG-Fraktion sagt Sonja Hammerschmidt: „Ich wünsche den anderen SPD-Mitgliedern, dass sie jetzt zur Ruhe und ihren Weg finden.“ Es habe ja niemand etwas davon, wenn sich die SPD auflösen würde.

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