Nachrodt-Wiblingwerde sucht dringend Wahlhelfer

Im Mai müssen die Wahlberechtigten aus Nachrodt-Wiblingwerde an zwei Sonntagen ihr Kreuzchen machen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Zwei außerplanmäßige Wahlen sorgen derzeit im Wahlamt der Gemeindeverwaltung für Kopfzerbrechen. Sowohl die Bürgermeisterwahl als auch die Landtagswahl standen für dieses Jahr eigentlich nicht auf dem Plan, doch jetzt muss die Gemeinde für zwei Sonntage im Mai genügend Wahlhelfer rekrutieren.

Dass die Wähler aus der Doppelgemeinde im nächsten Monat an zwei aufeinander folgenden Sonntagen an die Wahlurne gebeten werden, ist die eine Auswirkung der vorzeitigen Pensionierung von Bürgermeisterin Beatrix Naujoks und der Auflösung des Düsseldorfer Landtags. Die andere – und für die Gemeinde viel problematischere – ist, dass sie genügend ehrenamtliche Helfer finden muss, die die Durchführung der Wahlen gewährleisten. Für die Bürgermeisterwahl am 6. Mai werden 84 Wahlhelfer benötigt, für die Landtagswahl eine Woche später, die eventuell mit einer Bürgermeister-Stichwahl zusammenfallen wird, sind sogar 91 Helfer erforderlich.

Eva Messerer vom Wahlamt ist einigermaßen verzweifelt. „Für die Wahl am 6. Mai ist das Problem nicht ganz so groß, weil wir dabei auch jüngere Helfer einsetzen können“, sagt sie. Wenn jedoch die Landtagswahl und die Stichwahl der beiden im ersten Wahlgang erfolgreichsten Bürgermeister-Kandidaten zusammenfallen, muss die Gemeinde auf erfahrene Leute setzen. Nicht nur, weil Erst- und Zweitstimmen der Landtagswahl sowie die Stimmen der Bürgermeister-Stichwahl ausgezählt und zwei unterschiedliche Wählerverzeichnisse geführt werden müssen. Das Landeswahlgesetz fordert für die Landtagswahl schlicht und einfach Wahlhelfer, die mindestens 18 Jahre alt sind.

Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung sind praktisch per se als Wahlhelfer im Einsatz: Wer nicht schon vorher Urlaub eingereicht hatte, wird am 6. und 13. Mai im Einsatz sein. „Doch so viele Mitarbeiter haben wir ja gar nicht“, weist Eva Messerer darauf hin, dass die erforderliche Zahl der Wahlhelfer damit noch nicht längst nicht erreicht ist. Sie hofft deshalb darauf, dass sich noch Freiwillige melden, die sich für die Durchführung und Überwachung der Wahlvorgänge interessieren. Wahlhelfer arbeiten zwar ehrenamtlich, erhalten aber in Nachrodt-Wiblingwerde ein so genanntes Erfrischungsgeld von 25 Euro pro Tag. Der Arbeitsaufwand hält sich nach Messerers Worten in Grenzen: „Die Helfer treffen sich am Wahltag um 7.30 Uhr zur Besprechung und einigen sich dann darauf, wer wann seinen Dienst versieht. In der Regel wird eine Ablösung in der Mittagszeit vereinbart. Ab 17.45 Uhr müssen dann alle wieder anwesend sein und ab 18 Uhr die Stimmen auszählen“, skizziert sie den „Arbeitstag“ der Wahlhelfer, der „eigentlich nur ein Halbtagsjob“ sei.

Wer sich als Wahlhelfer engagieren möchte kann sich an die Gemeinde (Tel. 02352/93830) oder direkt an Eva Messerer (Tel. 02352/938314) wenden. ▪ vg

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