UWG zieht mit vier neuen Köpfen in den Wahlkampf

Neun der elf UWG-Direktkandidaten stellten sich am Donnerstagabend vor. Als Spitzenkanddat wird Fraktionschef Johannes Illerhaus (2. v.l.) die Wählergemeinschaft in den Wahlkampf führen. Foto: Griese

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Nach der SPD hat am Donnerstagabend auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai nominiert. Auf der Liste der Direktkandidaten präsentiert sie vier neue Gesichter, dafür nimmt ein langjähriger Kommunalpolitiker seinen Hut.

Fraktionschef Johannes Illerhaus zeigte sich zuversichtlich, dass die UWG im Gemeinderat auch nach dem 25. Mai wieder eine Rolle spielen werden. „Es ist durchaus realistisch, dass wir wieder fünf Mandate erhalten“, gab er das Ziel aus. Er selbst habe auch Interesse daran, weiterhin als Fraktionssprecher zu fungieren, meldete Illerhaus außerdem seinen Führungsanspruch an.

Ein anderer will sich dagegen aus der Kommunalpolitik zurückziehen: Hans-Peter Joergens hat nach eigenem Bekunden „keinen Spaß mehr“ an der Ratsarbeit, wenn jeglicher politischer Handlungsspielraum fehlt. Der 72-Jährige will deshalb am Ende dieser Wahlperiode nach 45 Jahren kommunalpolitischen Wirkens einen Schlussstrich ziehen. „Er wird eine Lücke hinterlassen“, kommentierte Johannes Illerhaus diesen Schritt.

Zumindest nominell hat die UWG diese Lücke aber schließen können. Mit Eveline Tybussek (Wahlbezirk 1), Anett Trautmann (Wahlbezirk 8), Petra Triches (Wahlbezirk 10) und Heike Homann (Wahlbezirk 11) präsentierte sie gestern Abend gleich vier Frauen, die sich erstmals für die UWG um ein Ratsmandat bewerben werden. Den Wahlbezirk 5, in dem bisher Hans-Peter Joergens kandidiert hatte, wird Anne Klatt übernehmen. Dafür übernimmt Sonja Hammerschmidt den Bezirk 6, den bisher Anne Klatt besetzt hatte. Hans-Jürgen Hohage machte in „seinem“ angestammten Wahlbezirk 10 Platz für Petra Triches und wird in Bezirk 9 kandidieren, in dem bisher Johannes Illerhaus angetreten war. Der wechselt in den Bezirk 4, wo zuletzt Sonja Hammerschmidt kandidiert hatte.

Mit dem Gedanken, sich aus der Kommunalpolitik zurückzuziehen, hatte auch Norbert Hammerschmidt gespielt. Letztlich tritt er nun aber doch noch einmal an, und zwar im Wahlbezirk 7. Außerdem bewerben sich Walter Voß (Wahlbezirk 2) und Ewald Pischke (Wahlbezirk 3) für die UWG um ein Mandat im Gemeinderat.

Sämtliche elf Direktkandidaten finden sich auch auf der Reserveliste wieder, doch zeigt ihre Platzierung hier ihre wahren Ambitionen auf einen Sitz im neuen Rat. So rangiert zum Beispiel Norbert Hammerschmidt erst auf dem relativ aussichtslosen elften Platz. Angeführt wird die Liste vom Spitzenkandidaten Johannes Illerhaus, direkt danach folgt die UWG-Vorsitzende Sonja Hammerschmidt, die damit relativ sicher erstmals in den Rat einziehen dürfte. Mit Hans-Jürgen Hohage und Anne Klatt auf den Plätzen drei und vier dürften zwei bisherige Ratsmitglieder wohl ebenfalls wieder dabei sein, wenn die UWG ihr Wahlergebnis von 2009 (24,3 Prozent) nur annähernd wiederholen kann. Dann wäre mit Walter Voß auf Listenplatz fünf noch ein weiteres neues Ratsmitglied gewählt. Insgesamt umfasst die Reserveliste der UWG 21 Kandidaten.

Fraktionschef Illerhaus skizzierte am Donnerstag in der Gaststätte Zur schönen Aussicht schon einmal grob die politischen Ziele der UWG. Nach der Haushaltssanierung müsse die Steuerbelastung zurückgefahren werden, forderte er. Darüber hinaus gelte es, die beiden Grundschulstandorte in Nachrodt und Wiblingwerde zu sichern und die Entwicklung der Sekundarschule voranzutreiben. - Volker Griese

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