Krach mit Nachbarn: Seifenkistenrennen abgesagt

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Norbert Grebe und Gisela Gundermann: „Es tut uns leid, besonders für die Kinder, die sich angemeldet haben.“

Nachrodt-Wiblingwerde - Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, ist das Seifenkistenrennen abgesagt. Statt tollkühner Fahrer und Fahrerinnen, die in bunten und witzigen Kisten den Hang hinunter brettern, gibt es jetzt nur lange Gesichter. Einige Nachbarn wollen das Spektakel nicht.

Gisela Gundermann und Norbert Grebe hatten sich zum einen auf einen riesigen Besucherandrang, zum anderen auf viele Aktive gefreut, die beim ersten Seifenkistenrennen dabei sein wollten.

„Wir hatten 18 Anmeldungen und Mädchen und Jungen aus drei Kindergärten wollten beim Kinder-Seifenkistenrennen mitmachen“, erzählt Norbert Grebe. Das erste Seifenkistenrennen in Rennerde sollte am Samstag, 27. Mai, ab 11 Uhr steigen. Alles war geplant: Die Strecke sollte 100 Meter lang sein. Neun Pokale wollten die Veranstalter gern vergeben: drei für die Seifenkisten-Piloten, die die 100-Meter-Strecke am schnellsten fahren, drei für die schönsten Seifenkisten und drei Pokale für die Teamwertung.

Route am Hundeplatz schien perfekt

Doch der Traum ist ausgeträumt. „Wenn du jemanden hast, der sich dagegen sträubt, gibt es keine Genehmigung“, sagt Norbert Grebe. Ursprünglich sollte das Seifenkistenrennen am Ende von Rennerde beginnen und durchs Dorf bis zum Ziel am Café Klunterbunt führen. „Doch ein Nachbar wollte dort kein Fantasialand haben“, erzählt Norbert Grebe. „Bevor ich mit jemanden Krach bekomme, suche ich eine andere Strecke.“

Perfekt schien die Route am Hundeplatz. Vom einzigen Haus dort bis runter zum Parkplatz sollten die Seifenkistenpiloten um die Pokale kämpfen. Das war, so sagen Gisela Gundermann und Norbert Grebe, nach mehreren Gesprächen alles in trockenen Tüchern. „Aber hinter dem Parkplatz gibt es eine sehr große Wiese, auf der drei Rinder ‘rumlaufen. Und dem Besitzer passt die Veranstaltung nicht.“

Nachbar hält Strecke für ungeeignet

Auf Nachfrage des Altenaer Kreisblattes bestätigt die Frau des Rennerders die Aussage, sagt aber: „Ich möchte auf keinen Fall meinen Namen in der Zeitung lesen.“ Es seien auch andere Bürger gegen die Veranstaltung und die Strecke sei zudem ungeeignet. Außerdem könnten die Rinder erschreckt werden und die Zäune kaputt gehen. Fakt ist, dass aus diesem Grund das Seifenkistenrennen abgesagt werden muss.

Norbert Grebe und Gisela Gundermann ist die Lust vergangen. Vielleicht, so hoffen sie, können sie eine Seifenkisten-Strecke finden, die außerhalb von Rennerde ist, und die keinen Zorn hervorruft. „Wer eine Idee hat, kann sich gerne bei uns melden“, so Gisela Gundermann. Strecken-Vorschläge bitte an 02352/2749960 oder über die Facebook-Seite des Cafés Klunterbunt. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

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