Schnelles Internet für 2000 Nachrodter Haushalte

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Bauamtsleiter Dirk Röding, Telekom-Regiomanager Jürgen Krey, Artur Huhn, Teamleiter Projekte, und Bürgermeisterin Birgit Tupat an einem der zwölf neuen Verteiler.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Einst lebten wir auf dem Land, dann in Städten und von jetzt an im Netz.“ Das Zitat von Mark Zuckerberg ist so wahr wie das Amen in der Kirche. Jeder möchte das Internet nutzen – und jeder möchte ein schnelles Netz. Für rund 2000 Haushalte in Nachrodt wird dies jetzt möglich.

Die Telekom hat dafür fünf Kilometer Glasfaser verlegt und zwölf Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet. Ein Blick ins Innere der Kästen – von denen jeder einzelne 35 000 Euro kostet: Ein Multiplexverfahren wandelt von Strom auf Licht, von Kupfer auf Glasfaser.

Die Kupferleitungen führen nach wie vor von den Kästen bis in die jeweiligen Häuser. „Das ist die sogenannte letzte Meile“, sagt Artur Huhn, Teamleiter Projekte bei der Telekom. „Nur mit der neuen Technologie, dem Vectoring ist es möglich, mehr Bandbreite rüberzubringen.“

500 Meter im Umkreis die volle Bandbreite

Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Allerdings: Je weiter man vom Verteiler weg wohnt, umso höher wird die Dämpfung. 50 MBit/s kommen auf jeden Fall an – versprechen die Experten. „Und 500 Meter im Umkreis des Verteilers bekommt man die volle Bandbreite“, sagt Artur Huhn. Wer die schnellen Internetanschlüsse nutzen möchte, kann sie ab sofort buchen – auch nicht unbedingt über die Telekom. „Fünf Euro kostet es etwa mehr“, sagt Telekom-Regiomanager Jürgen Krey. „Jeder kann bei seinem Anbieter bleiben. Die anderen Anbieter nutzen auch unsere Leitung – und mieten sie.“ Diese nutzen dann also nur das Netz, haben einen eigenen Rechner, eine eigene Maschinerie, die die Zuteilung übernimmt. Der Kunde merke das eigentlich nicht. Nur bei Störungen könne er sich nicht mit der Telekom in Verbindung setzen.

Zwölf Verteiler wurden aufgestellt – ein Schrank kostet 35 000 Euro. „Wenn einer dagegen fällt, wird es eine teure Angelegenheit“, sagt Artur Huhn. Links ist die alte Technik, die überbaut wurde. Rechts ist die neue Technik.

Im Schnitt, so schätzen die Telekom-Vertreter, werden zehn Prozent der Bürger nun den schnelleren Anschluss nutzen. „Im ersten Step rechnen wir nicht mit mehr“, sagt Jürgen Krey – sehr zur Überraschung von Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Kunde hat die freie Wahl

„Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig“, findet sie – und ist froh über den Ausbau in Nachrodt, der auf Eigeninitiative der Telekom stattfand. Es seien einige Markterkundungsverfahren gelaufen und das Vorhaben sei schon länger geplant gewesen.

„Die Planungen sind im stetigen Wandel.“ Der Kunde habe immer die freie Wahl, welchem Betreiber er sein Vertrauen schenke, so Jürgen Krey – aber nur so lange es Vectoring sei. Wenn es sich um ein reines Glasfaserausbau-Projekt handele, dann habe das jeweilige Unternehmen die Hoheit – wie in Veserde von Unitymedia beispielsweise.

Die Technik in Nachrodt steht ab sofort zur Verfügung. Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife erfahren will, kann sich im Internet unter www.telekom.de/schneller, in den Telekom-Shops oder unter 0800 / 3 30 30 00 (kostenfrei) informieren. Übrigens: Umgesetzt hat den Ausbau, der etwa vier Monate dauerte, die Firma Eltel, die den Platz neben der Rastatt zur Materiallagerung angemietet hatte.

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