Rettungsanker für die Gemeindebücherei

Benutzer der Gemeindebücherei erhalten jetzt einen Leserausweis, der auch für die Stadtbücherei Altena gilt. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und die Stadt Altena weiten ihre interkommunale Zusammenarbeit ab dem 1. Januar auch auf den Bereich ihrer Büchereien aus. Die Beschlussempfehlung zur Bildung eines Büchereiverbunds hat der Hauptausschuss der Gemeinde am Montagabend einstimmig dem Rat ausgesprochen.

Damit soll der Fortbestand der Gemeindebücherei gesichert werden, die durch die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung auch schon einmal von der Schließung bedroht war. Außerdem soll die Kooperation mit Altena den Zugang zu Fördertöpfen ermöglichen. Durch die Kooperation wird die Gemeindebücherei de facto zu einer Zweigstelle der Stadtbücherei Altena. Altenas Diplom-Bibliothekar Antonius Gusik leistet in Nachrodt an zwei Stunden pro Woche bibliotheksfachliche Unterstützung, dafür wechselt Büchereileiterin Gabriele Beil für vier Stunden pro Woche in den Servicebereich der Stadtbücherei Altena. Die Unterstützung durch Altena kostet Nachrodt-Wiblingwerde darüber hinaus 2000 Euro pro Jahr. „Eingespart wird wohl nichts, aber wir können unsere Bücherei halten“, lautete das Fazit von Kämmerin Gabriele Balzukat.

Die Kooperation bleibt nicht ohne Folgen für die Nutzer der Büchereien. Sie können in Zukunft mit einem gemeinsamen Leserausweis auf die Medienbestände beider Einrichtungen zurückgreifen. In Nachrodt-Wiblingwerder stehen dann auch Auskunftsdienst, Fernleihe und die Onleihe der Stadtbücherei Altena zur Verfügung. Durch die Onleihe stehen Bücher, Hörbücher, Zeitschriften, Tageszeitungen, Musik und Videos zum Download zur Verfügung.

Allerdings ist auch eine Angleichung der Gebühren an die der Stadtbücherei Altena erforderlich. Erwachsene müssen in Zukunft 24 anstatt wie bisher 10 Euro pro Jahr bezahlen. 4 Euro können sie allerdings durch die Teilnahme am Lastschriftverfahren sparen. Ehepartner erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent. Kinder und Jugendliche, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und sozial Schwache bleiben von der Jahresgebühr befreit. Die Mitglieder des Hauptausschusses hielten diese Gebührensätze mehrheitlich vertretbar, stimmten ihnen schließlich sogar einstimmig zu. Das letzte Wort sowohl über die Bildung des Büchereiverunds als auch über die neuen Gebührensätze hat am Montag, 24.November, der Gemeinderat. - Volker Griese

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