Nachrodt-Wiblingwerde ist ein relativ sicheres Pflaster

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Autoaufbrüche – wie auf diesem nachgestellten Foto – sind sind in Nachrodt-Wiblingwerde seltener geworden. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Zahl der Straftaten, die in Nachrodt-Wiblingwerde verübt worden sind, ist im vergangenen Jahr um gut fünf Prozent auf 231 Delikte gestiegen. Das geht aus der Kriminalitätsstatistik hervor, die die Polizei jetzt vorgelegt hat. Kreisweit ist die Doppelgemeinde aber dennoch einer der sichersten Orte. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl noch weniger Straftaten wurden nur in Balve und Herscheid registriert.

Der Anstieg der Straftaten, mit denen die Polizei in Nachrodt-Wiblingwerde zu tun hatte, entfällt hauptsächlich auf die Bereiche Körperverletzung und Sachbeschädigung, aber auch auf Rauschgiftdelikte. So ist zu Beispiel der Zahl der Körperverletzungen insgesamt um fast ein Viertel auf 26 Fälle gestiegen. Zu gefährlichen oder schweren Körperverletzungen kam es sogar sieben Mal öfter als im Jahr 2010, was einem Anstieg von 350 Prozent entspricht. Mit Sachbeschädigungen hatte es die Polizei im vergangenen Jahr 54 Mal zu tun. Das war ein Anstieg um 20 Prozent. Auffällig war auch der Anstieg der Rauschgiftdelikte um 200 Prozent auf zwölf Fälle.

Diebstähle sind dagegen seltener geworden in der Doppelgemeinde. 62 solcher Delikte hatte die Polizei im vergangenen Jahr zu bearbeiten, was einem Rückgang von fast 20 Prozent entspricht. Während der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen überdeutlich um gut 72 Prozent auf nur noch sechs Fälle zurückgegangen ist, ist allerdings der Diebstahl an Kraftfahrzeugen – also beispielsweise die Entwendung von Kennzeichen oder Alu-Rädern – leicht gestiegen. Neun Mal wurde 2011 die Polizei gerufen, weil Teile eines Fahrzeugs verschwunden waren. In einem Fall wurde allerdings auch gleich ein ganzes Fahrzeug gestohlen. Das hatte es im Jahr zuvor nicht gegeben.

Die Aufklärungsquote liegt in Nachrodt-Wiblingwerde mit 51,08 Prozent übrigens über dem Landesdurchschnitt (49,1 Prozent), aber unter dem Kreisdurchschnitt (53,8 Prozent). Kreisweit will die Polizei übrigens in Zukunft mehr gegen Eigentumsdelikte vorgehen und insbesondere den Einbruchsdiebstahl bekämpfen. In Nachrodt-Wiblingwerde spielen diese Straftaten allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Die Zahl der Wohnungseinbrüche liegt konstant bei sieben pro Jahr, die Tageswohnungseinbrüche sind zuletzt von drei auf nur noch einen zurückgegangen. ▪ vg

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