Gassi-Beutel finden hohe Akzeptanz in der Gemeinde

Axel Boshamer (l.) und Klaus-Peter Gutheil sind mit der bisherigen Akzeptanz der Beutel für Hundekot sehr zufrieden.  Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Zehn Monate ist es jetzt her, dass Klaus-Peter Gutheil in Wiblingwerde die erste Spenderbox für so genannte „Gassi-Beutel“ aufgehängt hat. Mit den darin enthaltenen Plastiktütchen sollten Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner abtransportieren. Mittlerweile findet dies in der Bevölkerung eine so große Akzeptanz, dass Gutheil und seine Helfer schon 10 000 Beutel verteilt haben.

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„Insgesamt ist das sehr positiv aufgenommen worden, ganz besonders in den Bereichen Niggenhuser Hof und Lohagen“, sagte am Mittwoch Ordnungsamtsleiter Axel Boshamer, der die Idee von Klaus-Peter Gutheil von Anfang an unterstützt hat. Auch die Mitarbeiter des Bauhofes, die früher mit den Exkrementen der Hunde oft näher in Berührung gekommen sind als ihnen lieb war, hätten eine positive Rückmeldung gegeben, berichtete Boshamer. Dass die Akzeptanz der Gassi-Beutel bei den Hundehaltern hoch ist, zeigt auch die Tatsache, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr nur „sechs oder sieben“ angeschrieben habe, weil sie ihre Tiere das Geschäft in der freien Landschaft hatten verrichten lassen, erklärte Boshamer weiter. „Die haben dann von uns einen Brief erhalten – und die Warnung, dass wir sie beim nächsten Mal zur Kasse bitten werden.“

Klaus-Peter Gutheil hat mit seinen Mitstreitern vom Heimat- und Verkehrsverein inzwischen zehn Tütenspender aufgehängt, vier in Nachrodt, sechs in Wiblingwerde. „Den letzten haben wir gerade in der Schmalsgotte installiert“, sagte Gutheil am Mittwoch. Und weitere können durchaus noch folgen, denn er geht davon aus, dass die Gemeinde noch lange nicht flächendeckend mit den dunkelgrünen Boxen ausgestattet ist. Wer einen potenziellen Standort für eine Gassi-Beutel-Box kennt oder als Pate mithelfen möchte, die Behälter regelmäßig mit neuen Tütchen zu bestücken, kann sich an die AK-Redaktion wenden (Tel. 02352/918723, E-Mail: ak@mzv.net). Die Redaktion stellt dann den Kontakt zum Heimat- und Verkehrsverein her.

Axel Boshamer ist ganz begeistert davon, wie die Idee von der Bevölkerung aufgenommen worden ist. „Das ist ein richtiges Erfolgsmodell. Für diese Idee hätte Klaus-Peter Gutheil eigentlich den Umweltpreis verdient“, sagte der Ordnungsamtsleiter.

Nur ein kleines Härchen finden Boshamer und Gutheil noch in der Suppe: Manche Hundebesitzer nehmen die Exkremente ihrer Tiere zwar mithilfe eines Tütchens auf, werfen den Beutel dann aber doch in der Landschaft. Besser wäre er im nächsten Mülleimer aufgehoben. „Natürlich zugeknotet“, wie Gutheil betont. „Denn die Leute, die den Müll später entsorgen müssen, haben ja auch Nasen!“ - Volker Griese

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