Polizei nimmt Verdächtigen vorläufig fest

Mehrfamilienhaus ausspioniert: Bewohner stellen Einbrecher

Eine Mieterin des Mehrfamilienhauses an der Kampstraße in Nachrodt-Wiblingwerde sah durch ihren Türspion, dass die Tür der Nachbarwohnunga aufgebrochen war. Ein anderer Nachbar stellte kurz darauf einen mutmaßlichen Einbrecher.
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Eine Mieterin des Mehrfamilienhauses an der Kampstraße in Nachrodt-Wiblingwerde sah durch ihren Türspion, dass die Tür der Nachbarwohnunga aufgebrochen war. Ein anderer Nachbar stellte kurz darauf einen mutmaßlichen Einbrecher.

Mutige Aktion zweier Mieter in einem Mehrfamilienhaus: Sie haben einen Einbrecher gestellt. Der hatte die Bewohner vermutlich tagelang ausspioniert.  

Nachrodt-Wiblingwerde -
[Update Di, 14. Juli, 15.47 Uhr] Wie die Polizei mitteilt, wurde der Tatverdächtige heute dem Haftrichter vorgeführt. Der hat Untersuchungshaft angeordnet. Nun sitzt der Mann im Gefängnis.


[Update Di, 14. Juli, 12.48 Uhr] Montag gegen 17.50 Uhr: Akkez Alpar ging mit ihrer Familie zum Einkaufen. „Er ist neben uns an der Treppe hochgegangen, hat uns zig mal hinterher geguckt“, erzählt die Nachrodterin über den Mann, der seit mehreren Tagen als vermeintlicher Handwerker in dem Haus an der Kampstraße 7 arbeitet.  

Augenscheinlich hatte der Dieb nur darauf gewartet, dass die Familie die Wohnung verließ. Mit einer Brechstange in der einen, einer Dönertüte in der anderen Hand verschaffte sich der Täter gewaltsam Zugang zur Wohnung – und wurde genau dabei von der Nachbarin, die durch laute Geräusche aufmerksam geworden war, durch den Türspion beobachtet.

Nachbar stellt Tatverdächtigen

Sie lief auf den Flur, schrie laut um Hilfe und nach ihrem Mann. Der aufgeschreckte Täter stürmte aus der aufgebrochenen Wohnung und lief das Treppenhaus hinauf. Mutig hechtete der Nachbar hinterher, während seine Frau im Treppenhaus dem Dieb die Flucht nach unten versperren wollte. 

Die hinzugerufene Polizei konnte den bulgarischen Verdächtigen vor Ort in Gewahrsam nehmen, wie sie berichtet. 

Auch Akkez Alpar war dann wieder zu Hause und sah den Täter, der abgeführt wurde. Telefonisch hatte man die Wohnungseigentümerin sofort benachrichtigt. Gestohlen wurde nichts. Dafür hatte dem Dieb die Zeit gefehlt. 

„Ich wohne seit 20 Jahren hier und es ist nie etwas passiert“, erzählt die Nachrodterin, die auch zu berichten weiß, dass ihre mutige Nachbarin jetzt mit den Nerven fix und fertig ist. 

Mehrfach negativ aufgefallen

Der Tatverdächtige ist seit etwas eineinhalb Wochen an der Kampstraße 7, renoviert dort nach Angaben der Nachbarn eine Wohnung im fünften Stock und war schon mehrfach im Treppenhaus negativ aufgefallen. Oftmals soll er betrunken gewesen sein. Und: „Wir haben uns alle immer über die weißen Fußabdrücke vor unseren Haustüren gewundert“, sagt Akkez Alpar. 

Sie ist froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Die Haustür wird zu erneuern sein. Aber der Gedanke, was alles hätte passieren können, wenn ihre Tochter nicht mit zum Einkaufen gegangen wäre und dann vielleicht alleine vor dem Einbrecher gestanden hätte, macht der Nachrodterin großen Kummer. 

Nachdem sie bei einem Tankstellen-Einbruch an einem Tresor gescheitert waren, ergriffen diese Täter mit Zigaretten als Beute die Flucht.

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